Vereinsjubiläen der Leonhardstoana


Beim Trachtenverein "Leonhardstoana" wurden die "Gründungsfeste" nicht immer groß gefeiert, auch eine Familienfeier hat ihren Reiz.

 

50. Stiftungsfest

50. Stiftungsfest am 22. Juni 1958


Anläßlich des 50. Stiftungsfestes der "Leonhardstoana" wird die erneuerte Fahne geweiht.

22.6.58: Fahnenweihe in Kreuth:

Um 1/2 10 Uhr fand die Aufstellung des Vereins vorm Batznhäusl statt. Viele Dirndln und Frauen beteiligten sich in ihrer Festtagstracht am Zug.

Um 3/4 10 Uhr startete der Abmarsch zur Kirche. Um 10 Uhr begannen die Feierlichkeiten: Festpredigt, Fahnenweihe, Hochamt. Anschließend wurde am Kriegerdenkmal ein Kranz niedergelegt.

Nach dem Heimmarsch zum Batznhäusl gab es für alle Weißwürst' und Bier.

Von dem Plan, am gleichen Tag ein Gartenfest zu halten, mußte man leider infolge der schlechten Witterung Abstand nehmen.

Dazu der Bericht im Seegeist:

Erster Weg an das Grab der Fahnenmutter

Anläßlich des 50. Stiftungsfestes der "Leonhardstoana" wird die erneuerte Fahne geweiht.

Kreuth - Wer am Sonntagmorgen über die Riedlerbrücke in Kreuth zum "Batznhäusl" ging, bekam dort ein buntes Trachtenbild zu sehen: Schalkfrauen, Mädchen im Mieder, Burschn in der "Kurzn", die Mannerleut im schwarzen Trachtengewand. Sie alle trafen sich hier für den Kirchenzug zum Festgottesdienst im Kreuther Gotteshaus.
Ein besonderer Anlaß hatte die "Trachtler" so zahlreich zusammen geführt, galt es doch die erneuerte Fahne des Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins "d´Leonhardstoana" zu weihen.

Die Rottacher Musikanten eröffneten den Zug, gefolgt von den ältesten Vereinsmitgliedern mit der verhüllten Fahne. Dann kamen die Frauen in der Tracht und die männlichen Vereinsmitglieder.

Vor dem Gottesdienst hielt der Pfarrherr von Kreuth, Pfarrer Englmann, eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Weihe der erneuerten Fahne in ein besonderes Jahr falle: Vor 50 Jahren, am 21. Juni 1908, gründeten Kreuther Burschen die Gesellschaft der "Leonhardstoana", aus der dann im Jahre 1920 der Trachtenverein wurde.

Aus dem Kirchenarchiv hatte Pfarrer Englmann die Niederschrift der Gründungsvereinbahrung herausgesucht und las sie den Trachtlern vor. Pflege und Erhalt der guten Sitte und des angestammten Brauchtums, Treue zum Glauben der Väter sind die wesentlichsten Punkte darin.

Nun wurde die Fahne enthüllt und entrollt, die Weihezeremonie vollzogen. Darauf begann der Gottesdienst, stilvoll umrahmt von dem Gesang der "Kreuther Buam", die unter Leitung von Rudi Rehle die "Deutsche Bauernmesse" zur Ehre Gottes sangen.

Sofort nach dem Gottesdienst wurde die erneuerte Fahne zum Grab der Zahlerbäuerin, Rosa Gloggner, getragen, als Ehrung für die Fahnenmutter der ersten Fahnenweihe im Jahre 1922.

Viele Mitglieder der "Leonhardstoana" mußten ihr Leben in den beiden Weltkriegen lassen und so war es selbstverständlich, daß sich die Überlebenden und die Jugend des Vereins um das Kriegerdenkmal versammelten, um die Toten zu ehren. Tief senkte sich die neugeweihte Fahne, die Weise vom guten Kameraden erklang und Vorstand Sepp Winkler legte mit ehrendem Nachruf einen Latschenkranz nieder. Mit klingendem Spiel rückte der Kirchenzug hierauf ab.

Hatte den ganzen Vormittag das Wetter ausgehalten, so machte es dem geplanten nachmittäglichen Programm einen dicken Strich durch die Rechnung, denn der Regen zwang die Trachtler, das traditionelle Waldfest abzusagen.

75. Vereinsjubiläum

75. Gründungsfest am 17./18. September 1983

 


Bericht im Seegeist:

Gebirgstrachten-Erhaltungsverein "d'Leonhardstoana" feiert an diesem Wochende seinen 75. Geburtstag

... aus dem Leben Kreuths nicht mehr wegzudenken

Kreuth (we) - " Am 21 Juni 1908 brannten acht Kreuther Burschen auf dem Leonhardstein ein Johannifeuer ab. Danach kehrten sie im Gasthof Lehmann ein und beschlossen, eine Tischgemeinschaft mit dem Namen 'd'Leonhardstoana' zu gründen." So steht es im alten Protokollbuch, geschrieben vom damaligen Schriftführer Hans Fröhlich.

Diese "Gründung" hatte Bestand, denn jetzt feiern die Leonhardstoana am Wochenende ihren 75. Geburtstag; allerdings nicht mehr als "Tischgesellschaft", sondern als Gebirgstrachten-Erhaltungsverein. Dieser Name wurde bereits am 22. August 1920 bei einer Generalversammlung beschlossen. Zum Vorstand berief man den Gloggner Lenz und in der Satzung hieß es: "Der Verin bezweckt Sitt' und Tracht der Alten zu erhalten, die Liebe zur Heimat zu fördern, sich hauptsächlich zu beteiligen mit historischen Tänzen und Schuhplattlern, Gesang und Kameradschaft zu pflegen." Als Sitz des Vereins wurde die "Raineralpe" bestimmt.

Schon am 30. Juli 1922 konnte Fahnenweihe gefeiert werden, und, so schreibt der Protokollführer, "mit einem Fest in solcher Art und Größe bisher noch keines erlebt hat". 40 Vereine kamen dazu "ins Kreuth"; den Patenverein stellten die "Hirschbergler". Der Glashütter Benefiziat Beringer zelebrierte den Festgottesdienst und mahnte, nicht nur in Tracht, Tanz und Sitte zu bleiben, sondern es auch im Glauben den Vorfahren gleichzutun.

Die Fahnenmutter war die Zahler-Bäuerin Rosa Gloggner, Fahnenbraut war Maria Rasch, der erst Fähnrich Hans Fröhlich.

Bereits im Juli 1923 wurde der Beschluß gefaßt, eine Vereinshütte zu bauen. Sie entstand im "Eigenbau" der Mitglieder beim Gasthof "Batznhäusl" in Kreuth. Ein Grundstücksgeschenk der im "Haus Bruneck" heimischen Gräfin Sascha von Schlippenbach verhalf zum Erwerb des Baugrundes. Im Juli 1924 war Hütteneinweihung. Bis 1935 blieb die Hütte im Besitz des Vereins, ehe widrige Zeitumstände zum Verkauf zwangen.

Verbunden mit der Leonhardstoana-Hütte ist eine Glanzzeit des Vereins, sind Höhepunkte heimatverbundenen Wirkens in der Gemeinschaft des Dorfes. Theateraufführungen in eigener Regie, unter anderem die Werke von Ludwig Thoma wie "Moral", "Erster Klasse", "Braurschau" oder "Heilige Nacht", Heimatabende, an denen die drei Tegernseer Musikanten Reiter, Holl und Kiem mitwirkten sowie Trachten- und Gartenfeste ließen d'Leonhardstoana weit über die Grenzen des Tales hinaus bekannt werden. Sogar in Berliner Zeitungen erschienen anerkennende Berichte über die Kreuther Theaterspieler.

1937 wurde zum "schwarzen Jahr" für den Verin. Im Zuge der Gleichschaltung im 3. Reich mußte sich der Verein auflösen. Um nach dem Krieg, im Jahre 1946, d'Leonhardstoana wiederzugründen, bedurfte es der Genehmigung der amerikanischen Militärregierung. Die Erlaubnis zur Gründungsversammlung mußte beim Landratsamt und bei der Gemeindeverwaltung eingeholt werden.

Am 4. Mai war es dann soweit, der Gebirgstrachten-Erhaltungsverin d'Leonhardstoana bestand wieder. 55 Kreuther ließen sich sofort als Mitglieder eintragen. Josef Winkler amtierte als Vorsitzender.

Und heute, wo man den 75. Jahrtag der Gründung des Vereins feiert, sind die Leonhardstoana dabei, sich, aber auch der Gemeinde Kreuth, ein besonderes Geburtstagsgeschenk zu machen - das neue Vereinsheim, den "Leonhardstoana-Hof" in der Weißachau. Geführt von ihrem Vorstand Sanktjohanser, dem "Bäckersepp", und unter Mithilfe vieler junger und alter Mitglieder wurde der unter Denkmalschutz stehende "Huberhof" in Bergham bei Otterfing abgebaut und dann Stück für Stück, Balken für Balken in Kreuth wieder zusammengefügt zum Heim für den Verein, aber auch als Ort für Veranstaltungen.

Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß Heimattreue, Zusammengehörigkeitsgefühl, Kameradschaft und Vereinstreue keine leeren Worthülsen sind, sondern im Verein im Einsatz immer wieder bewiesene Tatsachen darstellen, so ist dieses Gemeinschaftswerk Zeuge dafür. Es rechtfertigt die Vereinsgründung vor 75 Jahren und das Wirken über diesen Zeitraum hinaus.

Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein d'Leonhardstoana ist aus dem Leben der Gemeinde Kreuth nicht wegzudenken.

 

17. September 1983 Festabend anläßlich des 75. Geburtstages der Leonhardstoana

Gerade noch rechtzeitig fertig wurde der in zwei Jahren harter Arbeit geschaffene "Leonhardstoanahof", um das 75jährige Jubiläum des Vereins gebührend zu feiern.

Über 200 Leute - Mitglieder und geladene Gäste - füllten den festlich geschmückten Saal. Pfarrer Ben Eilers weihte als erstes das Haus, dann sangen die Kreuther Sänger den "Engel des Herrn". Vorstand Sepp Sanktjohanser gab einen knappen Abriß der Vereinsgeschichte.

Er sagte allen sein herzliches Vergelts Gott, die an diesem Werk mitgeholfen haben.

Nun wurden langjährige Mitglieder geehrt:

Für 60jährige Mitgliedschaft wurden Frau Anna Kramer und Simon Erlacher (Langer) mit einer Urkunde geehrt. Beide waren leider wegen Krankheit verhindert.
Für 25jährige Mitgliedschaft bekamen eine Urkunde: Corona Maier, Siegfried Gruber, Hans Reich, Sepp Kluy und Gerhard von Förster.

Daraufhin erfolgte der Aufzug der Gratulanten. An ihrer Spitze Bürgermeister Karl Mayr; er würdigte das verdienstvolle Wirken des Vereins.

Die musikalische Umrahmung dieses Abends übernahmen der Winkler Sepp mit seiner Klarimettenmusi, Lisi Winkler mit ihrer Saitenmusi, die Kreuther Sängerinnen und die drei Schober Deandln und die Hirschbergler Musi.

Die verbindenden Texte, mit feinem, hintersinnigen Humor waren dem Eisenburg Beni zu verdanken. Erst gegen den anderen Morgen ging der fröhliche Festabend zu Ende.

 

18. September 1983 Der Festtag

Dieser begann sozusagen noch vor der Stallarbeit. Unter der Stabführung der Winkler Judith mit einem rasanten Putzkommando, um den Leonhardstoana-Hof in vollem Glanz erstrahlen zu lassen.

Als dann um 7 Uhr früh die Böller krachten, der Ruapp seine Rottacher Musikanten an 3 Plätzen im Ort schmettern ließ, hielt es keinen mehr im Bett.

Nach der Aufstellung des Festzuges am Leonhardstoana-Hof, d.h. nach dem musikalischen Empfang der Gastvereine; so da waren:

1.) D´Wallberger
2.) Trachtenverein Bad Wiessee
3.) die Musikkapelle "Gmunder Bläserbuam"
4.) freiwillige Feuerwehr Kreuth
5.) die Kriegerkameradschaft
6.) die Schützengesellschaft "Wolfschlucht"
7.) der Arbeiterverein
8.) der Rodelclub
9.) der Schiclub Kreuth
10.) der Holzhackerverein "St. Vinzenzius"
11.) außerdem die Paten des Jubelvereins die Hirschbergler mit ihrem unermüdlichen Vorstand Zeno Mayr und dem
12.) Spielmannszug Kreuth-Rottach unter der strengen Stabführung des Reisberger Peter formierte sich der Festzug zum Schulhaus in Kreuth, in dessen Schulhof der Edbauer Toni einen herrlichen Feldaltar errichtet hatte.

Es wurden auch alle diejenigen älteren Mitglieder geladen, welche nach der Auflösung des Vereins in der Nazizeit dann nicht mehr dem neu gegründeten Verein beitraten. Darum wurden die älteren gehbehinderten Mitglieder und ehemalige mit 4 Kutschen zum Festgottesdienst gefahren. Pferde und Kutschen stellten: der Walch Hartl, Floßmann Schorsch, Alfons Meßner sen. und jun.

In den Kutschen fuhren:

Frau Rosa Walch, Frau Dori Stoib, Frau Agl Fröhlich, Zobl Marie, Schnitzenbaumer Marie, Feichtn Marie, Frau Anna Kramer, Schäffler Bettl, Frau Streng, Frau Jungermann, Herr und Frau Sepp Sanktjohanser sen., Frau Hedwig Kandlinger, Herr Schmaus und Georg Hagn z. Sternecker, sowie das damalige Gründungsmitglied der Garber Vater, Lorenz Hagn mit über 90 Jahren.

Alle Ehre unseren Ehrenmitgliedern, die es ablehnten gefahren zu werden, weil sie sich dazu noch zu jung fühlten.

Bei einigermaßen durchwachsenem Wetter konnte der Festgottesdienst unter Pfarrer Ben Eilers im Freien abgehalten werden. Die Bauernmesse wurde gemeinsam von den Kreuther Sängerinnen und Sängern gestaltet. Nach dem Segen wurden von unserem 1. Vorsitzenden Sepp Sanktjohanser die Erinnerungsbänder an die zur Feier erschienenen Vereine verteilt.

Hierauf zog man zum Kriegerdenkmal und legte für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder einen Kranz nieder.

Anschließend erfolgte der Rückmarsch in den Leonhardstoana-Hof; allen voran die Hirschbergler mit ihrem Spielmannszug.

Geteilt in Schützenhaus und Leonhardstoana-Hof wurde das gemeinsame Mittagessen eingenommen.

Besonderer Dank gebührt der Göttfried Mariele für ihre ausgezeichneten Kochkünste. Zuvor hatte jedoch das Gruppenphoto der Leonhardstoana-Mitglieder seinen Platz. Da es nach dem Essen gewöhnlich "aufgeht" wurden gleich die Ehrentänze gedreht.

Erst spät ging man auseinander nach einem Tag voll ehrlicher Freude und Harmonie.

 

Bericht im Seegeist vom 19. September 1983:

Festabend zum 75. Geburtstag des Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins

"D'Leonhardstoana" erfüllen ihr neues Heim mit Leben

Kreuth - Mit einem Festabend im neuen Vereinsheim begannen am Samstagabend die "Leonhardstoana" die Feierlichkeiten zur 75. Wiederkehr ihrer Gründung am 19. Juli 1908 [21. Juni 1908). Für den rührigen Verein war es ein Fest in doppelter Hinsicht. Der in zwei jahren harter Arbeit von den Mitgliedern geschaffene "Leonhardstoana-Hof" wurde nämlich gerade rechtzeitig fertif, um dem Gründungsfest den rechten Rahmen zu geben.

Am Anfang stand das Wort Gottes. Pfarrer Ben Eilers bat um den Segen des Allmächtigen und die etwa zweihundert Gäste stimmten ein in das Vaterunser. Dann sangen die Kreuther Sänger den "Engel des Herrn". Es war ein würdiger, stimungsvoller Beginn, der zusammenfällt mit einem neuen Abschnitt in der an Ereignissen reichen Geschichte der "Leonhardstoana"-Trachtler.

Schon einmal hatte der Verein eine eigene Hütte. Den Grundstock dazu legten drei amerikanische Dollar, die die Schuhplattlergruppe bei einem Auftritt im Wildbad Kreuth erhielt - neben sechs Millionen Reichsmark Inflationsgeld. In den Jahren danach, bis 1935, erlebten die "Leonhardstoana" eine Hochblüte. Sie rückten aus zu Fahnenweihen und Trachtenschauen, fuhren mit dem Daxwagen bis Bairawies, hielten die beliebten Kranzl ab, veranstalteten Weihnachtsfeiern und spielten Theater. Die damalige Leonhardstoana-Hütte wurde zum Geheimtip für Theaterdirektoren aus ganz Deutschland. Dr. Wilhelm May, Arzt und Leiter des Sanatoriums, wurde Freizeit-Theaterdirektor und Bertl Schultes von der Thoma-Bühne zum Regisseur. Man spielte Thoma, Anzengruber, Ganghofer und Schönherr.

Der Geist von damals blieb, ging auf die nächste Generation über. Sepp Sanktjohanser, der "Bäckersepp" als Vorstand wurde zum Glücksfall für den Verein. Er und seine Ausschußmitglieder ließen nicht locker, bis schließlich 1980 die Weichen für die neue Hütte gestellt werden konnten. Die Bürgermeister Karl Mayr und Hans Schober, der Gemeinderat, die Weißachgemeinschaft, die Kreuther Bürger und natürlich die Mitglieder schafften das Gemeinschaftserk, das seinesgleichen im Landkreis sucht. Aus dem halbverfallenen "Huber-Hof" von Bergham bei Otterfing entstand 40 Kilometer südlich in den Weißachauen der "Leonhardstoana-Hof", auf den die ganze Gemeinde stolz sein kann.

Vorstand Sepp Sanktjohanser gab einen knappen Abriß der Vereinsgeschichte. Er sagte allen sein herzliches "Vergelt's Gott", die am Werk mitgeholfen hatten und ehrte die langjährigen, verdienten Mitglieder. Bürgermeister Karl Mayr beglückwünschte den Verein und würdigte sein verdienstvolles Wirken für die örtliche Gemeinschaft. Dann hatten die Sänger und Musikanten das Wort.

Und das die "Leonhardstoana" von 1983 ihr neues, großes und schönes Heim auch mit Leben erfüllen werden, das bewiesen sie. Die Kreuther Sänger, die Sängerinnen und die drei Schober Dirndl, dazu die Kreuhter Saitenmusik, die Klarinettenmusi und schließlich die "Hirschbergler-Musi" betritten den gelungenen Abend.

Besinnlich und mit feinem Humor sprach Beni Eisenburg die verbindenden Texte.

Am gestrigen Sonntag fand das Gründungsfest mit dem Gottesdienst am Schulhaus, dem Totengedenken und einem großen Kirchenzug seinen Höhepunkt und Ausklang.
H. Sollacher

 

Bericht im Seegeist:

Das Leonhardstoana-Jubiläum - ein großer Tag für Kreuth

Kreuth (so) - Das schöne Wetter, das dem 75. Gründungsfest der "Leonhardstoana" angemessen gewesen wäre, kam ein paar Stunden verspätet. Dennoch war das Jubiläum seiner Trachtler für Kreuth ein großer Tag.

Nach dem Festabend im neuen Vereinsheim weckte der Langer Hartl mit drei gewaltigen Böllerschüssen um 7 Uhr das Dorf unterm Leonhardstein. Um 8 Uhr spielte schon die Rottacher Blaskapelle den musikalischen Weckruf. Dann formierte sich der große Festzug zur Schule, wo im Schulhof unterhalb der Kirche der richtige Platz für den Gottesdienst gefunden wurde.

Die Nachbarvereine, allen voran in Kompaniestärke die "Hirschbergler" als Patenverein mit dem Spielmannszug, die "Wallberger" von Rottach-Egern und die Wiesseer Trachtler mit der Gmunder Musik. Dazu kamen die Ortsvereine mit der Feuerwehr, den Veteranen, dem Vinzenzi-Verein, den Wolfschluchtschützen, dem Arbeiterverein sowie dem Ski- und Rodelclub.

In drei von Haflingern gezogenen Kutschen wurden die alten, verdienten Mitglieder gefahren. Ein beeindruckendes Bild boten die vielen Schalkfrauen, die Dirndl im Festmieder und die vielen jungen Leonhardstoana- Dirndl mit ihren liebreizenden Zöpferlfrisuren. Den Festgottesdienst betritten die Kreuther Sängerinnen und Sänger mi der Bauernmesse von Annette Thoma.

Pfarrer Ben Eilers wies in seiner Festpredigt auf den Wert der Brauchtumspflege für die Gemeinschaft hin, mahnte aber auch eindringlich, Glauben und Dienst an Gott den ihm gebührenden Platz einzuräumen.

Nachdem Gottesdienst mit Totenehrung bewegte sich der lange Festzug zurück zum "Leonhardstoana-Hof" neben der Schießsatt.

Vorher überreichte Vorstand Sepp Sanktjohanser die 'Fahnenerinnerungsbänder an die teilnehmenden Vereine, ehe mit Ehrentänzen und kameradschaftlichen Beisammensein im schönen Vereinsheim das Fest seinen Ausklang fand.

80. Gründungsfest

80. Gründungsfest am 11. Juni 1988


Am 11. Juni feierten wir unser 80 jähriges
.

Wir hatten mehr Glück mit dem Wetter beim Kirchenzug.

19 Uhr Amt, danach gemütliches Beisammensein und Tanz im Hof. Der Vorstand gab einen kurzen Überblick aus der Vereinschronik.

Es war ein ruhiges, gelungenes Fest.

90. Gründungsfest

90. Gründungsfest am 18. Oktober 1998


Jahrtag und 90 jähriges Gründungsfest

Am Kirchweihsonntag feierten die Leonhardstoana wie schon zu einer lieben Tradition geworden, ihren Jahrtag. Dieser stand heuer ganz im Zeichen den 90jährigen Gründungsfestes und wurde auch entsprechend feierlich begangen. Nur der Wettergott spielte leider nicht mit und so war beim Kirchenzug der Regenschirm sehr gefragt.

12 Ortsvereine waren geladen, wovon 9 mit ihren Fahnenabordnungen teilnahmen. Geladen waren: die Weißachaugemeinschaft, der Burschenverein, der Schiclub, Veteranen- und Kriegerverein, Feuerwehr, Schützen, Vinzenziverein, AKUV, Fußballclub, Verschönerungsverein, die Hirschbergler und die Wallberger. Weiter waren der Gauvorstand Gregor Bichler, der noch amtierende Bürgermeister Sepp Hatzl, unser neuer Pfarrer und unsere Ehrenmitglieder geladen. Zwei Kutschen für unsere Ehrenmitglieder und älteren Mitglieder begleiteten den Zug. Nach der feierlichen Messe, die von unserem neuen Pfarrer gestaltet wurde, legte Vorstand Thomas Hörth bei einem kurzen Gedenken an die Toten und Gefallenen Mitglieder des Vereins einen Kranz nieder.

Anschließend marschierten wir zum Leonhardstoana-Hof zurück und es begann der offizielle Teil unseres 90jährigen Gründungsfestes.

Unser Vorstand Thomas Hörth begrüßte alle Anwesenden Mitglieder, Ehrenmitglieder, Vereine und den noch amtierenden Bürgermeister Sepp Hatzl.

Er verwies kurz auf den Ablauf des Festtages und übergab dann das Wort an unseren Bürgermeister. Dieser gratulierte dem Vorstand und dem Verein zum 90. Jubiläum und machte es Gott sei Dank recht kurz, denn die Weißwürst standen bereits auf dem Tisch.

Anschließend erzählte uns Beni Eisenburg mit netten Gedichten und Erzählungen über den Werdegang der Tracht im Oberland.

Ein wichtiger Termin dieses Tages war das gemeinsame Photo der anwesenden Mitglieder vor dem Hof. Es dauerte schon eine Weile bis alle richtig auf Balkon, Tischen und Bänken verteilt waren, aber wir hatten trotz Regen alle unsere Gaudi. Bis zum Mittagessen spielte der Ruapp zum Tanz auf und danach schmeckte uns der Schweins- oder Kalbsbraten mit Knödel und Salat, davor noch eine gute Pfannkuchensuppe. Unsere bewährte Küchenmannschaft hat hervorragend aufgekocht.

Um ca. 14.30 Uhr erfolgte dann die Ehrung der langjährigen Mitglieder.
Für 25 Jahre waren es:
Sollacher Sepp, Bartl Hans, Bermanseder Maria, Bierschneider Sepp, Erlacher Simon, Echtler Franz, Zwerger Marianne, Kluy Margot, Peschl Sophi und Meßner Alfons sen.
Für 40 Jahre:
Sanktjohanser Regina, Stanglmaier Sepp, Reich Kathi, Schnitzenbaumer Franz, Jennerwein Christl,
und für 50 Jahre:
Schöpfer Hanni und Sanktjohanser Regina sen.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft und Verdienste im Ausschuß ehrten Thomas Hörth und Schorsch Gloggner noch Mirzl Schnitzenbaumer und Sepp Sanktjohanser.

Zur Freude aller zogen die aktiven Plattler mit einigen ihrer Stückeln auf, wobei auch so mancher Ehemaliger noch eifrig mitplatteln konnte.

Um den Tag würdig abzurunden erzählte Thomas Hörth noch über das Vereinsgeschehen der letzten 90 Jahre und berichtete, daß in der ersten Satzung einige Dinge anders waren als heute, z.B. wurde ausdrücklich erwähnt, daß nicht "linksherum" getanzt werden darf.

Danach spielte der Ruapp noch bis 17 Uhr zum Tanz auf. Es war ein schöner und rundherum gelungener Jahrtag.

 

100. Vereinsjubiläum

100. Vereinsjubiläum am 18./.19. Oktober 2008


100-jähriges Vereinsjubiläum

Am Samstag fand ein Festabend mit geladenen Gästen statt (Vereinsmitglieder, Ortsvereine, Gauuntergruppe). Beginn 19.30 Uhr. Durch den Abend führte Sepp Grundbacher. zur Unrerhaltung spielten die Rottstraßler, Familiengsang Rehm, Schlierseer Sänger und Rottacher Musik.

 


Bei wunderschönem Herbstwetter stellten wir uns am Sonntag um 8.30 Uhr zum Kirchenzug auf. Mit dabei waren auch zwei Kutschen (Walch Hartl und Bierschneider Rainer (Handl)) die unsere älteren Mitglieder zur Kirche brachten.

Der lange Zug mit ca. 200 Teilnehmern marschierte zur frisch renovierten Kirche. 14 Fahnenabordnungen der Ortsvereine nahmen teil. im Anschluß an den Gottesdienst legt unser Vorstand am Kriegerdenkmal zum Gedenken der Verstorbenen einen Kranz nieder.

 


Bevor es zum Mittagessen ging, machten wir noch ein schönes Foto mit allen Beteiligten.

Nach dem Essen hielt unser Vorstand Sepp Sanktjohanser jun. eine schöne Rede über die Geschehnisse der letzten 100 Jahre. Im Anschluß fanden noch Ehrungen statt, danach spielten die Rottacher Musikanten zum Tanz auf.

25 Jahre: Hörth Martin, Hörth Flori, Hörth Barbara, Büchl Marlies, Buchberger Anni, Pichler Friedl, Wiedenmann Traudl, Wiedenmann Elisabeth, Mayr Christine, Frank Kathrin, Sigler Manfred, Sigler Margareta, Sanktjohanser Annelies, Schmid Katharina
40 Jahre: Engewicht Klaus
50 Jahre: Maier Corona, Gruber Siegfried, Reich Hans, Kluy Sepp
60 Jahre: Fischhaber Mucki, Jennerwein Resi, Babl Hans