Vereinsjahr 1970 - 1979

 

Vereinsjahr 1970

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1970

Jahreshauptversammlung am 20. März 1970

Zur diesjährigen Hauptversammlung konnte Vorstand Sepp Sanktjohanser jun. 39 Mitglieder begrüßen.
Unter Leitung von Sepp Winkler sen. wurde die Neuwahl durchgeführt.

Die folgenden Mitglieder der Vorstandschaft wurden einstimmig gewählt.
1.) Vorstand Sepp Sanktjohanser jun.
2.) Vorstand Sepp Kluy
Schriftführer Elfriede Gruber
1.) Kassier Lisl Winkler
2.) Kassier Resl Jennerwein
1.) Vorplattler Thomas Hörth
2.) Vorplattler Ludwig Hörth
1.) Fahnenjunker Georg Gloggner
2.) Fahnenjunkrer Thomas Hörth
Die weiteren Ausschußmitglieder sind Heinz Jennerwein und Sepp Gloggner.

Als nächster Punkt wurde der Vertrag mit der Schützengeselschaft Wolfschlucht besprochen. Der Vertrag wurde in der vorliegenden Form abgelehnt.

Dem Antrag auf Renovierung des Bergkreuzes am Leonhardtsein wurde stattgegeben.

Die erste Amtshandlung der neuen Vorstandschaft war die Erhöhung des Mitgliederbeitrags um 100 %. Frauen 2 DM, Männer 3 DM.

Der Sonntag 26. Juli 1970 wurde für das Waldfest bestimmt. Die Plattlerproben werden weiterhin freitags abgehalten und heuer das erste Mal in der Schießstätte.

 

Am 28. Mai 1970 beteiligte sich eine Abordnung des Vereins an der Fronleichnamsprozession.

 

Ein großer Erfolg wurde der 1. Heimatabend im Schützenhaus in Kreuth am 16. Juni 1970

Unter der Ansage von Sepp Sollacher wirkten mit: die Kreuther Klarinettenmusi, der Waakirchner Viergesang, die Geschwister Pfaab aus Dürnbach, Zitherbegleitung Karl Edelmann, Lichtbildervortrag vom Kreuther Tal von Toni Edbauer und die Plattlergruppe unseres Vereins.

 

Am Hirschberglerfest, das am 5. Juli 1970 statt fand,

beteiligten sich 6 Paare unseres Vereins.

 

Der 2. Heimatabend wurde am 22. Juli 1970 abgehalten.

Diesmal unter der Wortführung von Bertl Hinterholzer, der Kreuther Klarinettenmusi, den Geschwister Wackersberger, den Geschwister Estner aus Wall, Karl Edelmann Zitherbegleitung, Toni Edbauer mit seinen Lichtbildern und unsere Plattler.

 

Bei sehr zweifelhafter Witterung fand das Waldfest unseres Vereins am 26. Juli 1970 statt.

Trotz eines Regenschauers, kurz nach Beginn des Festes, wurde es doch ein voller Erfolg. Zum Tanz spielte heuer das erste Mal die Wackersberger Blasmusi auf.

 


Der 3. Heimatabend, 19. August 1970,

fand unter Mitwirkung von Bertl Hinterholzer, der Kreuther Klarinettenmusi, der Hirschbergler Stubnmusi, Karl Edelmann, der Pinzenauer Sänger, Toni Edbauer und der Leonhardstoana Plattlergruppe statt mit wieder einem guten Erfolg.

 

Beim dritten Anlauf konnten die Wallberger ihr Heimatfest am 23. August 1970, abhalten.

Traditionsgemäß fuhren auch die Leonhardstoana mit ihrem Daxwagen zum Fest.

 

Zum diesjährigen Roßtag, am 13. September 1970 fuhren erstmals auch die Leonhardstoana.

 

Der letzte Heimatabend unseres Vereins war am 16. September 1970.

Für Stimmung und musikalische Unterhaltung sorgten Bertl Hinterholzer, Toni Edbauer, Karl Edelmann, die Kreuther Klarinettenmusi, der Tegernseer Zweigesang, die Geschwister Estner und unsere Plattlergruppe

 

Leonhardstag 1970

Bei kaltem und windigem Wetter feierte Kreuth seinen Patronatstag. 17 Truhen- und Tafelwagen, im Vierer- und Zweierzug, einer sogar im Sechser gefahren, zählte man bei der Umfahrt. Insgesamt waren es 85 Pferde.

 

Am Sonntag darauf fuhren die Leonhardstoana zur Leonhardifahrt nach Fischhausen.

 

Kathreintanz

Den Kathreintanz richteten heuer wieder die 3 Vereine D'Wallberger, D'Hirschbergler und D'Leonhardstoana im Schützenhaus aus.

 

Im März 1971 hatten wir nochmals eine Ausschußsitzung

Es ging hauptsächlich um die Aufstellung des Maibaumes, welcher nach 3 Jahren erneuert werden muß. Es wurde besprochen ihn in ein einbetonierte Schienen zu verankern, wegen der Sicherheit.
In der Hauptversammlung wird es noch einmal besprochen.
Der Termin für die Hauptversammlung wurde auf den 8. April festgelegt.

 

Kreuth den 4. April 1971 Gruber Elfriede

Vereinsjahr 1971

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1971

Der Vorstand Sepp Sanktjohanser jun. begrüßte zur Jahreshauptversammlung am 8. April 1971 34 Mitglieder.

Der Verein verzeichnete wieder ein gutes Jahr, da alle Mitglieder tatkräftig mithalfen, wofür sich der bedankte.
Die Schriftführerin gab den Jahresbericht bekannt und Lisl Winkler als Kassier hatte eine tadellos geführte Kasse vorzuweisen.

Zweiter Bürgermeister Hans Schober dankte im Namen der Gemeinde für die erstmalig veranstalteten Heimatabende in Kreuth, die ein großer Erfolg waren. Jedesmal war der Saal voll besetzt und das Programm gefiel den Gästen.

Wünsche und Anträge:
Bisher verfügte der Vorstand frei über 100 DM. Da man jedoch in der heutigen Zeit mit diesem Betrag keine hohen Sprünge machen kann, beantragte der Vorstand eine Erhöhung des Betrages auf 200 DM was auch einstimmig bewilligt wurde.

Die Jungplattler des Vereins haben weiterhin am Montag ihre Probe, die allgemeine Plattlerprob findet, wie in den früheren Jahren auch am Freitag statt.

Da der Maibaum nun 3 Jahre steht, muß er dieses Jahr erneuert werden. Am Abend soll dann im Gasthof Batznhäusl der Maitanz stattfinden.

Nach einjähriger Pause kam man zu dem weisen Entschluß, im Herbst wieder einen Vereinsausflug zu unternehmen. Das Reiseziehl ist noch unbekannt.

Als letzten Punkt in der Versammlung ging es wieder um das Schützenhaus.
Diesaml war auch die Vorstandschaft der Schützengesllschaft Wolfschlucht anwesend. In einer heftigen Debatte ging es um einen von der Schützengesellschaft vorgelegten Vertrag. Bei dieser Unterredung rührten sich vorallem die jungen Leonhardstoana, die sich unter keinen Umständen einen Vertrag diktieren lassen wollten. Es ging hart auf hart. Zu guter Letzt fand eine Abstimmung über den Vertrag statt, er wurde vielstimmig abgelehnt.

Daraufhin schloß der Vorstand gegen 22 Uhr die Versammlung.

 

Ausschußsitzung der Schützengesellschaft Wolfschlucht, dazu der Trachtenverein eingeladen.

Betreff: Vertrag des Schützenhauses.

Am 15. April 1971 überwies die Schützengesellschaft Wolfschlucht dem Verein die zur Verfügung gestellten 9000 DM (neuntausend) auf ihr Konto bei der Kreissparkasse Tegernsee.

Daraufhin einigten sich die beiden Vereine, in einer Ausschußsitzung, eine Aussprache herbei zuführen.
Diese Sitzung fand dann am 29. April 1971 unter Leitung von Hans Stillner, der als Schlichter fungierte, statt.

Diesmal war es eine sachliche und ruhige Auseinandersetzung. In der dann folgende Abmachung (kein Vertrag) vereinbart wurde:

1.) Die Schützengesellschaft Wolfschlucht stellt dem Trachtenverein D'Leonhardstoana den nördlichen Kellerraum zur Unterstellung ihrer Gerätschaften, sowie den Schießraum im Erdgeschoß zur Abhalting ihrer Plattlerproben und Veranstaltungen solange zur Verfügung, solange sie diesen benötigen und solange der Vertrag der Schützengesellschaft Wolfschlucht mit der Weißachaugemeinschaft besteht. Die Leonhardstoana verpflichten sich, die Räume jeweils ordnungsgemäß zu verlassen.
2.) Die Leonhardstoana können bei Bedarf den nördlichen Kellerraum auf eigene Kosten ausbauen, ebenso besteht nach Ausbau der Freischießanlage noch weitere Lagermöglichkeit, hierbei entstehende zusätzliche Kosten gehen ebenfalls zu Lasten der Leonhardstoana.
3.) Sollte die Schützengesellschaft Wolfschlucht für eigene Veranstaltungen Gerätschaften der Leonhardstoana benötigen, so ist dies vorher mit den Ausschüssen zu vereinbaren.
4.) Cie beiden Ausschüsse treten jährlich am Jahresanfang zusammen und setzen einen entsprechenden pauschalen Unkostenbeitrag für das jeweilige Kalenderjahr fest.
Für das Jahr 1971 wird ein pauschaler Unkostenbeitrag von 500 DM (fünfhundert) vereinbart.
5.) Bei Terminüberschneidungen haben Veranstaltungen der Schützengesellschaft den Vorzug.

 

Maibaum aufstellen

Wie in der Hauptversammlung beschlossen wurde, war heuer ein neuer Maibaum fällig.

Leider fand sich kein edler Spender, so mußte dieses Jahr der Verein in die eigene Tasche greifen. Aus dem Staatswald wurden am 1. Mai 1971 morgens ein 28 m lang gerade gewachsener Baum geholt.

Gschebst, gewaschen und geschmückt, stand nachmittags gegen 2 Uhr der Maibaum. Bevor es jedoch soweit war, mußten nocheinmal alle zusammen helfen. Denn heuer wurde der Baum erstmals nicht eingegraben, sondern zwischen 2 Eisenstangen befestigt. Diese Schienen wurden einige Wochen vorher in den Boden einbetoniert, mit Humus anplaniert und Grassamen darüber gesät.

Abends spielten die Rottacher Buam im Vereinslokal, Gasthof Batznhäusl zur Maimusi auf.

 

Am 10. Juli 1971 beteiligte sich der Verein mit einer Fahnenabordnung an der Fronleichnamsprozession.

 

Anfang Juli fand das Hirschbergler-Waldfest auf dem neuen Festplatz in der Weißachau statt.

Auch unser Verein war mit einigen Paaren vertreten.

 

Der 25. Juli 1971 war ein föhniger Tag.

An diesem Sonntag hielten wir unser Waldfest ab.

Es war ein Rekord, ungefähr 1500 Gäste fanden sich auf dem Festplatz in der Weißachau, hinterm Gasthof Batznhäusl ein.

Die Wallberger und die Hirschbergler schickten wieder ihre Plattlergruppen. Unsere Gruppe führte den Kronentanz, Bandltanz, Steyrer und viele Plattler auf. Die Rottacher Blasmusik spielte zum Tanz auf.

An diesem Tag kam Jung und Alt, Einheimische und Gäste auf ihre Kosten.

 

Die Wallberger - das Heimatfest

Nach einmaligen Verschieben hielten die Wallberger ihr traditionelles Heimatfest am 15. August 1971 in Enterrottach ab.

Ein Daxwaen voll junger Leonhardstoana nahm am Festzug und am Fest selbst teil.

 

Ausschußsitzung am 30. August 1971

Bei dieser Sitzung ging es um den diesjährigen Ausflug des Vereins. Der Omnibusunternehmer Ziegleder legte dem Ausschuß verschiedene Routen vor. Daraufhin entschloß man sich für eine Tagestour zum Wilden Kaiser.

 

An dem am Sonntag den 5. September 1971 stattgefundenem Roßtag

nahm auch ein Daxwagen unseres Vereins teil.

 

Vereinsausflug am 26. September 1971

Es ist schon Tradition geworden, daß die Leonhardstoana, alle 2 Jahre einen Ausflug unternehmen. Das Wetter meinte es wieder gut mit uns. Es war anfangs etwas bewölkt, später heiterte es auf. Da sich wieder sehr viele Mitglieder zum Mitfahren meldeten, mußte mit 2 Omnibussen gefahren werden.

Wie schon in der Ausschußsitzung beschlossen wurde, führte der Ausflug zum wilden Kaiser. Die Fahrt ging über Bayrischzell, den Tatzlwurm nach Neubeuern, wo die erste Brotzeit eingelegt wurde. Weiter zum Samerberg, Törwang, Frasdorf, Marquartstein zum Mittagessen nach Reit im Winkel, um 14 Uhr fuhren wir in Reit im Winkel wieder ab nach Kössen, Schwendt, Griesenau, Griesner Alm im Wilden Kaiser. Hier machten wir eine Nachmittagspause.

Zum Abendessen waren wir in Landl angemeldet. Der Weg dorthin führte uns nach Gastein, St. Johann und Kufstein. Um Mitternacht trafen dann 2 Omnibusse mit zwar fröhlichen aber sehr müden Ausflüglern in Kreuth ein.

 

Heimatabende

Wie schon letztes Jahr wurde auch heuer wieder in den Sommermonaten, am 16. Juni, 14. Juli, 11. August, 1. September und 22. September 1971 Heimatabende im Schützenhaus veranstaltet.

Jeder Abend war gut besucht. Für das reichhaltige Programm sorgte Karl Edelmann, der gute Sänger und Musikanten verpflichtete. Durch das Programm führte wieder Bertl Hinterholzer.

Die Leonhardstoana erneten viel Beifall für ihre Figurentänze und Schuhplattler.

 

Am 29. September 1971 fand eine Ausschußsitzung wegen der Feuer- und Unfallversicherung statt.

 

Leonhardstag 1971

Der Leonhardstag war heuer fast ein Frühlingstag, so mild und schön.

Die Hl. Messe wurde im Freien gelesen. 18 Wagen, meist vierspännig, und einige Reiter nahmen am Umzug teil.

Der fröhliche Teil dieses Tages begann dann nach dem Mittagessen beim Lehmann. Hier dauerte es bis spät in die Nacht.

 

Am 14. November nahm eine Fahnenabordnung am Volkstrauertag teil.

 

Kathreintanz 25. November

Heuer richteten die Leonhardstoana den Kathreintanz beim Lehmann aus. Es kamen viele junge Leute, zum Tanz spielten die Rottacher-Buam auf.

 

Verstorben ist im Dezember das Gründungsmitglied Lorenz Sanktjohanser, im Alter von 87 Jahren.

Einige Mitglieder des Vereins trugen den Sarg zu Grabe. Die Fahnenabordnung erwies ihm die letzte Ehre.

 

Ausschußsitzung

In der Ausschußsitzung am 7. Februar 1972 fanden schon einige Vorbesprechungen auf das neue Jahr statt.

Waldfesttermin am 16. Juli 1972 oder als Ausweichtermin 30. Juli 1972. Es soll auch ein Hendlgrill angeschafft werden, welcher von einigen Mitgliedern hergestellt wird.

Der Pacht für die Wolfschluchtschützen wurde vom Verein für das Jahr 1971-72 überwiesen.

 

Gruber Elfriede Schriftführerin

Vereinsjahr 1972

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1972

Hauptversammlung 24. März 1972 im Gasthof Batznhäusl

Die Hauptversammlung nahm ihren gewohnten Velauf, Berichte über das letzte Jahr.
Ein Maibaum wurde aufgestellt,
5 gut besuchte Heimatabende und ein Rekordwaldfest.
Die Goaßlschnalzer traten im Schwarzwald bei einem großen Heimatfest auf.
Die gut geführte Kasse stimmte, wobei auch sehr viele Auslagen zu verzeichnen waren.

Die Wahlen ergaben nichts Neues: die gesamte Vorstandschaft wurde auf weitere 2 Jahre bestätigt.
1. Vorstand Sepp Sanktjohanser jun.
2. Vorstand Sepp Kluy
Kassiererin Lisl Winkler und Resi Jennerwein
Schriftführerin Elfriede Gruber
Vorplattler Thomas Hörth und Hansi Schober
Zeug- und Hüttenwart Gottfried Winkler und Georg Gloggner jun.
Fahnenjunker Thomas Hörth und Georg Gloggner jun.
Beisitzer Heinz Jennerwein und Sepp Gloggner.

 

Der Maitanz am 30. April 1972 im Schützenhaus war sehr gut besucht.

Zum Tanz spielten die Rottacher Buam auf.

 

Kurz vor seinem 65. Geburtstag starb am 3. Mai 1972 der für uns unvergessene Georg von Kaufmann.

Während seiner Amtszeit als Forstmeister nahm er sich unserem Trachtenverein sehr an. Wir verdanken ihm viele neue Plattler und den Kronentanz.

Einige Daten aus seinem Leben:

Geboren am 24. Mai 1907 in München. Volksschule in Solln, Theresiengymnasium und neues Realgymnasium in München, Abitur 1926 im Landschulheim Schondorf. 1926-1930 Studium der Forstwissenschaften an den Universitäten München und Wien, Staatsprüfung 1933.

Verwendung an verschiedenen Forstämtern Oberbayerns, 1936-1939 und 1948-1953 Leiter der Waldarbeiterschule Laubau, nach Rückkehr aus dem Krieg Vorstand es Forstamts Ruhpolding-Ost, 1946-1948 vertretungsweise in Kreuth. 1953-1972 Vorstand des Bayerischen Forstamts Unken, Land Salzburg, zuletzt als Forstdirektor. Aktiv tätig im Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (Ehrenplakette 1972). Silberne Staatsmedaille des Freistaats Bayern für Verdienste in Land- und Forstwirtschaft, Silbernes Verdienstkreuz des Landes Salzburg. Ehrenbürger von Unken.

Von Jugend auf erschloß er sich wandernd, kletternd und skilaufend die Heimat und die heimatlichen Berge und nach und nach das ganze Gebiet der Ost- und Westalpen, ohne je davon aufhebens zu machen. 1929 Studenten-Skiweltmeister bei den akademischen Weltmeisterschaften in Davos; 1936 bei den olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen Fahnenträger der deutschen Mannschaft und bester Mitteleuropäer im 18 km Langlauf.
Von seinen Klettertouren sei nur die erste Winterbesteigung der Watzmann-Ostwand im Alleingang (1953) erwähnt.
Während des 2. Weltkrieges als Gebirgsjäger (zuletzt Hauptmann d. Res. im GJR 100) an den Fronten im Westen, Osten und Süden, u.a. in Griechenland und Kreta, Verwundetenabzeichen in Silber, Sturmabzeichen, EK I.

Schon als Schüler betätigte er sich aktiv an Volkstanz- und Plattlergruppen und erlernte Ziehharmonika und Zither. Als Student und junger Forstbeamter verschaffte er sich aus erster Hand gründliche Kenntnisse über den oberbayerischen Menschenschlag zwische Watzmann und Zugspitz und über Brauchtum, Musik und Tanz in den einzelnen Landschaften.
Eng schloß er sich an Kiem Pauli an, den er zeitlebens als Vorbild verehrte. Aus der Zusammenarbeit mit ihm und anderen Kennern der Volksmusik wie Annette Thoma, Tobi Reiser und Wastl Fanderl entstanden 1953 des "rote", 1956 das "blaue" und 1964 das "grüne Notenbüchl", wahre Fundgruben für alle Freunde bayerischer Hausmusik. Die von ihm in Ruhpolding und Inzell gesammelten Tanzweisen gab der bayerische Landesverein für Heimatpflege 1961 als "16 altbayerische Volkstänze für Blasmusik" und, vermehrt und mit ausführlicher Tanzbeschreibung versehen, 1966 als "Chiemgauer Tänze" heraus.

Überzeugt vom Wert und der Lebenskraft überlieferten Volksgutes erreichte es der "Kaufmann Schorsch" seit 1960 durch Hunderte von Volkstanz-Lehrabenden bei Trachtenvereinen und Landwirtschaftsschulen, bei Landjugend und Alpenverein, durch Schulung und Beratung neugegründeter kleiner Tanzkapellen und durch die Abhaltung festlicher Tanzabende von Berchtesgaden bis Steingaden, daß heute in ganz Oberbayern die von ihm gesammelten und geretteten Tänze von Alt und Jung mit neuer Begeisterung getanzt werden. Der bayerische Landesverein für Heimatpflege verlieh ihm als Dank für diese einmalige, aus selbtloser Heimatliebe erwachsene Leistung 1971 die Ehrenmitgliedschaft.

Für die Zeit nach seiner Pensionierung hatte er sich vieles vorgenommen und als Alterssitz für sich und seine Frau Giebing bei Prien ausgewählt, wo sein gastliches Haus den Kindern und Enkeln, aber auch einem großen Freundeskreis offenstehen sollte. Doch seit März 1971 wußte er, daß der Tod nach ihm griff, und 5 Operationen konnten dieses Schicksal nicht wenden. Ruhig und gefaßt ordnete er alles, was in Familie und Beruf vorausschauend zu regeln war, nahm im August 1971 Abschied von seinen geliebten Bergen, legte an Allerheiligen 1971 nochmals den jungen Musikanten in der Kiem-Pauli-Jugendherberge Scharling die Besonderheiten der altbayerischen Volksmusik ans Herz, dankte im Januar 1972 in Frasdorf den Tanzleuten für ihre Treue und verabschiedete sich mit letzter Kraft im März 1972 in Unken von den Beamten, Jägern und Waldarbeitern seines Forstamts.

1967 hatte er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Die Verleihung de Bayerischen Verdienstordens, für den er vorgeschlagen war, hat der nicht mehr erlebt. Am 3. Mai 1972, wenige Wochen vor seinem 65. Geburtstag, ist er in seinem Heim in Giebing gestorben.

 

Leonhardstoana und Goaßlschnalzer waren am 5. Mai 72 in Rottenburg an der Lahn

zu einem bayrischen Abend im Unteroffiziersheim eingeladen.

 

Rottenburger Anzeiger:

D'Goaßlschnalza san da"

Bayern und Preußen trafen sich zu einem harmonischen Abend

Rottenburg. Bayern und Preußen trafen sich am Freitag abend einträchtig zu einem original bayerischen Abend im Unteroffiziersheim, der Generaloberst-Weise-Kaserne in Rottenburg. Angetan mit fescher Trachtenkleidung, in Ermangelung einer solchen zollte ein graumelierter Herr dem bayerischen Brauchtum seine Verehrung mit einem originellen Trachtenhut, warteten die Gäste mit Spannung auf das Programm.

Hauptfeldwebel Bayer, von der Unteroffiziergemeinschaft Rottenburg, die den Abend organisiert hatte, war erfreut über den so zahlreichen Besuch und begrüßte besonders die Ehrengäste, Kommandeur Fischer, stellvertretenden Kommandeur Heinz, Stabsarzt Dr. Hämel, 1. Bürgermeister von Rottenburg Pöschl, 2. Bürgermeister Wittmann und Stadtrat Bock mit ihren charmanten Gattinnen. Sein weiterer Gruß galt dem Vertreter der Unteroffiziers-Kameradschaft von Landshut, Oberfeldwebel Jeiß, sowie der Betriebsführung der Firma Rola, Rottenburg, Herrn Stieglmeier mit Gattin aus Pfaffenhofen und Herrn Dittmann, von der Rot-Kreuz-Kameradschaft, Rottenburg.

Die "Electronics", Landshut, sorgten gleich zu Anfang mit einem schwungvollen musikalischen Auftakt für die nötige Stimmung. Ihr Können bewiesen sie auch dann während des ganzen Abends, wo sie fleißig und oft die anwesenden Gäste zu "Trimm-Dich" Übungen auf dem Tanzparkett anspornten. Und dann kamen sie. Die original oberbayerische Trachtengruppe aus Kreuth zeigte mit ihren Schuhplattlern und Volkstänzen, daß auch dies Art Musik sehr schön sein kann. Den Herren hatten es besonders die fliegenden Röcke der Mädchen angetan.

Den Höhepunkt bildeten die Goaßlschnalza. Sie etablierten sich nicht nur auf der Tanzfläche sondern auch auf den Tischen. Und schon ging es los. Es schnalzte und knallte, so daß manch zartbesaitetes Wesen jeden Schnalzer mit einem Augenzwinkern beantwortete. Bewundernde Blicke kamen von den Tischen, die ohne Goaßlschnalzer waren, etwas mißtrauisch schauten dagegen die anderen hinauf zu den "Goaßlschwingern", die über ihren Häuptern ihr Kunstwerk vollbrachten. Denn auf diese Weise Haare loszuwerden war nach niemandes Geschmack. Nicht sehr beruhigt schien ein Ehrengast, der auf einen zweifelhaften Blick in Richtung Bein des Schnalzers die Antwort erhielt: "Brauchst koa Angst ham, i tret scho net auf dei Schnitzl". Lang anhaltender Beifall dankte den Bajuwaren für ihre seltene Darbietung.

Die Miesbacher Dirndl bildeten den Schluß der Vorstellung mit Volksgesang und Jodlern. - Diese Veranstaltung darf als weiterer gelungener Versuch der Unteroffiziersgemeinschaft gewertet werden, den Kontakt der Bevölkerung Rottenburgs mit den Bundeswehr angehörigrn zu festigen.

 

Bei Betonierarbeiten im Schützenhaus wurden auch von den Leonhardstoana wieder mehrere Arbeitsstunden geleistet.

 

Der Einladung der Hirschbergler folgten einige Paare des Verins zu ihrem Gartenfest.

 

Waldfest am 16. Juli 1972

Nach einer Woche sehr unbeständigem kalten Wetter, traute sich niemand mehr auf Sonnenschein zu hoffen. Doch wie schon öfter hatten wir auch diesmal wieder Glück. Am Sonntag hatte sich der Föhn eingestellt und es wurde zu einem Rekord Waldfest.

Zum ersten Mal gab es heuer Hendl, das Bier war wie immer g´süffig und die Rottacher Blasmusi spielte zum Tanz auf. Die jungen Leonhardstoana zeigten ihre Plattler und Figurentänze nach bestem Können. Auch unsere Nachbarvereine folgten unserer Einladung und so wurde dieses Fest wieder ein wirklicher Erfolg.

 

Die Israelitische Kultusgemeinde München lud die Leonhardstoana zu einem Kibuzfest am 25. Juli 1972 ein.

In einem halbstündigem Programm zeigten wir Schuhplattler, Bandltanz und den Steyrer. Wir bekamen Essen vom Kalten Büffet, Kibuzhüte geschenkt und durften uns Melonen, Paprikaschoten und Auberginen mitnehmen.

 

Es ist schon Tradition daß die Nachbarvereine gegenseitig die Waldfeste besuchen.

So sind die Leonhardstoana am 13. August 1972 mit einem Daxwage, Dirndl und Burschen zum Fest der Wallberger gefahren.

 

Jedes Jahr am ersten September Sonntag findet in Rottach-Egern der Roßtag statt.

Diesmal war es der 3. September 1972 und alle Furleut spannten ihre Rösser ein. Wir hatten auch heuer wieder das G'schau mit dem Schimmelgespann des Gloggner Sepp (Zahler).

 

Die Gemeinde Kreuth hat wieder in den Sommermonaten die Heimatabende ausgerichtet.

Für das reichhaltige Programm sorgte Karl Edelmann, der die Sänger und Musikannten aus den umliegenden Gemeinde einlud. Die jungen Leonhardstoana zeigten Figurentänze und Schuhplattler und begeisterten die Gäste.

 

In der Hauptversammlung wurde der Vorschlag laut, die vor 50 Jahren stattgefundene Fahnenweihe zu erneuern.

An einem schönen Sonntagmorgen, den 8. Oktober 72, stellten sich Schalkfrauen, Miederleit und Mannerleit zum Kirchenzug auf. Die Hartpenninger Blasmusik spielte voraus.

H.H. Klaus Fischer hielt die Festpredigt und lobte den Verein für seine langjährige Verbundenheit zum Brauchtum. Auch vom Patenverein "d'Hirschbergler" kamen einige Mitglieder zu dieser Feierstunde. Nach der Messe legte der Vorstand in einer Gedenkminute einen Kranz für die Verstorbenen nieder.

Hernach ging es zum gemütlichen Beisammensein in's Batznhäusl.

 

Leonhardi

Einen außerordentlichen schönen Herbsttag schenkte uns Petrus am 6. November 1972, Leonhardi dem Fest des Kreuther Pfarrpatrons.

Sommerliche Temperaturen lockten viele Gespanne und Reiter nach Kreuth um Gottes Segen zu erbitten.
Schon Wochen davor gibt es viel Arbeit. Daxen werden geholt, der Wagen wird gereinigt und geschmückt und vorallem die Fuhrleute haben alle Hände voll zutun, das Geschirr und die Pferde zu putzen.

Die Leonhardstoana haben jetzt schon einige Jahre den Floßmann Schorsch als Fuhrmann und heuer hatten wir noch dazu einen schneidigen Vorreiter, den Mehringer Toni jun.

 

Der gut besuchte Kathreintanz war am 25. November 1972 im Gasthof Lehmann,

die Rottacher Buam spielten zum Tanz.

 

Preisrodeln

Leonhardstoana und Hirschbergler hielten das diesjährige Preisrodeln vom Hirschberg, am 17. März 1973 ab.

Auf der 5 km langen Strecke fuhr unser Vereinsmitglied Lisl Winkler Bestzeit. Es sausten auch die über 60 jährigen noch mit erheblicher Geschwindigkeit herunter. Am Abend war dann im Schützenhaus die Preisverteilung und keiner der Rodler ging leer aus.

Aus dem im Seegeist:

Toni Mehringer sauste trotz seiner über 60 Jahre in 15 Minuten die fast 15 km lange Rodelbahn vom Hirschberg herab.

 

Gruber Elfriede Schriftführerin

Vereinsjahr 1973

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1973

Am 13. April fand die nicht sehr gut besuchte Hauptversammlung statt.

Nachdem nichts geändert werden mußte, war alles schnell vorbei.

 

Im Schützenhaus war am 30. April ein sehr gut besuchter Maitanz.

Das Vereinsmitglied Frau Therese Jennerwein starb im 72. Lebensjahr. am 26. Mai 1973.

Mitglieder des Vereins gaben ihr das letzte Geleit.

 

Der heurige Vereinsausflug war am 31. Mai 1973 "Christihimmelfahrt".

Ein guter Vorschlag des Vorstandes war es, eine Floßfahrt auf der Isar zu machen. Bei nicht sehr guter Witterung fanden sich 60 Mitglieder mit Regenschirm und Bierkrügl am Stachus ein.

Mit dem Bus fuhren wir bis Wolfratshausen, wo uns das angelegte Floß und 2 Flößer erwarteten. Während der Fahrt wurden wir reichlich mit Bier, Grillfleisch und Würstl versorgt, sogar frisch gebackene Semmeln fehlten nicht. Zwei Musikanten spielten zur Unterhaltung und beim Goaßlschnalzen.

Da die Leonhardstoana meistens Glück mit dem Wetter haben, schickte uns Petrus während der Floßfahrt strahlenden Sonnenschein. Auch die Stimmung wurde dadurch angeheitert. Nach einer Bislpause ging es in rasanter Fahrt durch die erste Schleuße. Es blieb keiner trocken. Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen und kamen, nach weiteren Schleußen, in fröhlicher Stimmung in Thalkirchen an.

Außer einem verlorenem Hut und einem herunter gerissenen Zehennagel sind keine Unfälle zu beklagen. Nur einer verwechselte das Land mit dem Wasser und fiel beim Aussteigen bis über den Kopf in die Isar.

In Thalkirchen erwartete uns wieder der Omnibus der nach Kochel auf die Kreuth-Alm zur Kaffee-Pause fuhr. Abendessen gab es in der Krottentalalm, von der wir gut gestärkt und müde heimfuhren.

An diese Floßfahrt denken wir gern zurück und wünschen, solch eine lustige Fahrt wird wieder einmal gemacht.

Die Heimatabende 1972 waren wie immer sehr gut besucht.

Heuer wurden vom Bürgermeister einige langjährige Gäste geehrt.

 

Das Hirschberglerfest war am 1. Juli 1973

und einige Paare unseres Vereins waren dabei.

 

Beim Preisgoaßln am 8. Juli 1973 in Miesbach fiel der 5. Platz auf unsere Goaßlschnalzer.

 

Großes Glück mit dem Wetter hatten wir bei unserem Waldfest am 15. Juli 1973.

Die Rottacher Blasmusik spielte zum Tanz und Gäste und Einheimische vergnügten sich an den Dargebotenen. Als es um 10 Uhr regnete war alles bis auf die Schnapsbude ausverkauft.

 

Einige Goaßler waren am 15. Juli 1973 im Schwarzwald

 

Zum Walbergerfest fuhr der Floßmann Schorsch mit dem Daxwagen

einige Paare nach Enterrottach.

 

Auch beim Roßtag fehlten die Leonhardstoana nicht.

Der Gloggner Sepp (Zahler) spannte seine zwei schönen Schecken für uns ein

 

Plattler Auftritte

Daß die Leonhardstoana nicht nur im Tegernseer Tal platteln, bewiesen sie durch ihre Auftritte, auf der Schliersbergalm, in Augsburg und im Platzl in München.

 

Leonhardifahrt in Fischhausen

Unser Truhenwagen fuhr bei der Leonhardifahrt am 4. November 1973 voll besetzt in Fischhausen mit.

 

Leonhardifahrt in Kreuth

Heuer hat es der hl. Leonhard nicht sehr gut mit uns gemeint. Bei der Umfahrt regnete, schneite und stürmte es so sehr, daß nur eine zweimalige Segnung der Pferde und Leute erfolgte. Zum Trocknen gingen wir ins Schützenhaus, wo abends das Alpenquintett zum Tanz aufspielte.

 

Zahlreiche Anteilnahme am Heimgang unseres auch in jungen Jahren aktiven Mitgliedes Frau Lisl Schober

welche am 8. November 1973 im 47. Lebensjahr von uns gegangen ist.

Mitglieder des Vereins nahmen an der Beerdigung teil. Viele Schalkfrauen gaben ihr das letzte Geleit und trugen sie zu Grabe.

 

Gruber Elfriede

Vereinsjahr 1974

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1974

Am 5. April 1974 fand die Jahreshauptversammlung statt.

Bei der Neuwahl blieb alles wieder beim Alten.
1. Vorstand Sepp Sanktjohanser jun.
2. Vorstand Sepp Kluy
Kassiererin Lisl Winkler und Resi Jennerwein
Schriftführerin Elfriede Gruber
Vorplattler Thomas Hörth, Franz Echtler, Sepp Sollacher jun.
Zeug- und Hüttenwart Gottfried Winkler
Fahnenjunker Georg Gloggner jun.
Beisitzer Sepp Gloggner und Heinz Jennerwein.

 

Wie bei der Versammlung beschlossen, stellten wir am 1. Mai einen neuen Maibaum auf.

Es regnete wieder einmal. Da wir ja immer den längsten und schönsten Baum haben müssen, brach er diesmal auf halber Aufstellhöhe ab. Nach viel Mühe stand erst um 6 Uhr abends der Maibaum in seiner vollen Pracht da.

 

Die 5 Heimatabende 1973 wurden auch heuer wieder von Gästen und Einheimischen gern besucht.

 

Unsere Nachbarvereine Hirschbergler und Wallberger besuchten wir auf ihren Waldfesten.

 

Das eigene Waldfest am 21. Juli 1974 war bei strahlendem Sonnenschein ein Erfolg.

 

Nicht zu vergessen sind die Goaßlschnalzer

sie waren beim Preisgoaßln in Miesbach und in Meran beim Haflingerjubiläum.

 

Eingespannt haben unsere Fuhrleut heuer zum Roßtag und zur Leonhardifahrt.

 

Im Vereinjahr 1974 starben die Mitglieder:

Frau Karolina Rettermeier
Herr Sepp Becher
Herr Hermann Walch der Batznhäuslwirt
Herr Karl Mayer (Mayer Opa)

 

Gruber Elfriede Schriftführerin

Vereinsjahr 1975

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1975

Bei der Hauptversammlung ging es sehr ruhig her, es blieb alles beim Alten.

Toni Edbauer zeigte Lichtbilder der vergangenen Jahre und Armin Geist filmte die letztjährige Maibaumaufstellung.

 

Der gut besuchte Maitanz war in der Schießstätte.

 

Alle Mitglieder wurden zum Leonhardstoana-Ausflug "Eine Fahrt ins Blaue" am 25. Mai 1975 eingeladen.

Wir fuhren bei schlechtem Wetter Richtung Donau.

Im Kloster Weltenburg wurde die erste Rast eingelegt und das dunkle Bier schmeckte jedem gut, auch das Wetter wurde freundlicher. Auf dem Schiff ging es durch den Donaudurchbruch nach Kehlheim weiter, wo die Befreiungshalle besichtigt wurde.

Heimwärts kehrten wir bei Freising ein und zum Abschluß beim Barte Wirt.

 

Die 5 Heimatabende waren wieder gut besucht und zum 1. Mal wurde der Laubentanz aufgeführt.

 

Unsere Nachbarvereine luden uns wieder zu ihren Waldfesten ein

 

Waldfest

Das eigene Waldfest am 20. Juli 1975 hat Gästen und Einheimischen wieder gut gefallen, leider fing es schon um 18 Uhr zu regnen an. Und trotzdem war schon viel Bier ausgeschenkt worden.

 

Stolz sind wir auf unsere Goaßlschnalzer,

die den 1. Preis vom Miesbacher Preisgoaßln heimbrachten.

 

Das letzte Mal fuhr der Zahler Sepp mit seinen schönen Schecken mit uns Leonhardstoana beim Roßtag in Rottach mit.

 

Daß die Leonhardstoana nicht nur Platteln sondern auch Fußballspielen können,

bewiesen sie in einem Freundschaftsspiel mit den Wallbergern. Wir siegten 5:1.

 

11 Dirndl fuhren auf einem geschmückten Wagen beim Oktoberfest 1975 im Mieder mit.

 

Auch bei der 900 Jahrfeier in Gmund waren viele Trachtler beim Festgottesdienst und Umzug dabei.

 

Wie jedes Jahr beteiligten wir uns am 6. November an der Leonhardifahrt,

gefahren ist der Floßmann Schorsch.

 

Ende des Vereinsjahr´s hatten wir noch zwei Mitglieder zu betrauern.

Dies war Herr Fritz Walch, der Wirt des Cafe Leonhardstein am 24. März 1976. Der Verein nahm mit einer Fahnenabordnung an der Beerdigung teil.

Und Frau Monika Scherz, am 27. März 1976, welche erst im 40 Lebensjahr stand.
Die immer aktive und hilfsbereite Monika hatte trotz ihres schweren Leidens dem Verein stets geholfen, wo man sie benötigte. Zahlreiche Schalkfrauen, die Fahnenabordnung und viele Mitglieder gaben ihr das letzte Geleit.

 

Elfriede Gruber Schriftführerin

Vereinsjahr 1976

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1976

Am 15. Mai 1976 wurde die Hauptversammlung für das Vereinsjahr 1976 einberufen.

Im Zuge dieser Versammlung fand auch die Neuwahl in geheimer Form statt. Wahlberechtigt waren alle 49 weiblichen und männlichen Mitglieder. Wer die Ergebnisse des Wahlvorganges nochmals nachschlagen will, nehme bitte das Protokollbuch zur Hand.

 

Hauptversammlung

Über die Hauptversammlung mit Wahl des Vorstandes des Trachtenvereins d'Leonhardstoana Kreuth am 15. Mai 1976 im Gasthof Batznhäusl in geheimer Wahl, anwesend 49 Mitglieder

1. Vorstand: Sanktjohanser Josef jun.
2. Vorstand: Kluy Josef
Kassier: Winkler Lisl
Hilfskassier: Winkler Judith
1. Schriftführer: Gruber Elfriede
2. Schriftführer: Reich Evi
1. Fahnenjunker: Georg Gloggner jun.
2. Fahnenjunker: Hörth Thomas
1. Vorplattler: Hörth Thomas
2. Vorplattler: Sollacher Sepp jun.
1. Hüttenwart: Winkler Gottfried
2. Hüttenwart: Sollacher Stefan
1. Beisitzer: Hörth Ludwig
2. Beisitzer: Jennerwein Heinz
Kassenprüfer: Strillinger Anderl mit Frau
Wahlvorsteher: Reich
Wahlbeisitzer: Mehnert und Fischhaber

Kreuth 15. Mai 1976

 

Als der Miesbacher Trachtenverein am 20. Juni 1976 seine 90 Jahrfeier abhielt,

rückten von unserem Verein 16 Schalkfrauen, 12 Miederdirndln und 15 Burschen aus.

 

Am 26. Juni 1976 wurde wieder das traditionelle Johannifeuer am Leonhardstein angezündet.

Die Burschen erhielten nach getaner Arbeit beim Sommerfest der Feuerwehr eine Brotzeit.

 

Die Kreuther Goaßlschnalzer brachten wieder den 1.Preis beim Goaßl´n in der Oberlandhalle in Miesbach heim.

 

Zum traditionellen Schiclub-Waldfest zogen die Leonhardstoana auf.

 

Wie alljährlich beteiligte sich der Verein auch an den Gartenfesten der Hirschbergler und Wallberger.

 

Am 11. Juni 1976 nahm die Fahnenabordnung des Vereins an der Partnerschaft zwischen Achenkirch und Kreuth teil.

 

Am 18. Juli 1976 fand dann unser Waldfest statt,

zu dem die ganze Bevölkerung und zwei weitere Vereine Hirschbergler und Wallberger geladen waren.

Zum ersten Mal durfte die Jugendgruppe aufziehen. Aber der schon gelungene Nachmittag endete jäh mit einem heftigen Gewitter.

 

Am Samstag den 24. Juli versuchten wir abermals unser Glück,

aber es verregnete uns wieder das Fest.

 

Als die Partnerschaftsfeier, im Laufe des 100 jährigen Jubiläums der Feuerwehr, in Kreuth statt fand,

holten zwei unserer Dirndl als Marketenderinnen mit dem Gemeinderat die Achenkirchner Gäste an der Grenze ab.

Einen Tag später nahm dann die Fahnenabordnung am Zug der Feuerwehr zum Gedenken der Gefallenen, zum Kriegerdenkmal teil.

Am Sonntag nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein am Kirchenzug, anläßlich des Jubiläums, und am Festzug von Point nach Kreuth und umgekehrt teil.

 

Am Dienstag hielten wir zum ersten Mal einen Heimatabend mit unserm Nachbarverein,

den Hirschberglern, im Festzelt in Point ab.

 

Am 29. August 1976 nahmen wir bei herrlichem Wetter am Roßtag mit einem Daxwagen teil.

 

Am 29. September 1976 zogen wir beim Empfang des Präsidenten von Burma im Schützenhaus auf.

 

Am 2. und 3. Oktober 1976 fuhren die aktiven Mitglieder nach Prettau im Aintal.

Dieser gesellige Ausflug endete für manche mit Kopfweh am anderen Morgen.

 

Am 17. Oktober 1976 rückten wieder Schalkfrauen, Miederdirndl und Burschen zur Einweihung des Freiluftmuseums Glentleiten bei Großweil aus.

Unser Vorstand erhielt daraufhin ein Dankesschreiben vom Präsidenten des Oberbayrischen Bezirkstages.

 

Am 19. Oktober 1976 nahmen einige unserer Burschen und einige der Hirschbergler als Reiter am Oktoberfestzug teil.

 

Am 22. Oktober 1976 unternahmen auch unsere passiven Mitglieder eine "Fahrt ins Blaue".

Von Kreuth über Polling, da wurde eine wundervolle Wallfahrtskirche besichtigt. Hohenpeißenberg Mittagessen, dabei bot sich ein herrlicher Ausblick. Vorbei an Füssen, Plansee nach Oberammergau. Im Hotel zur Post bei Anton Preisinger, dem Christus Darsteller, wurde Kaffee getrunken und gegessen.

Nach diesem schönen Tag fuhren wir heimwärts.

 

Nach altem Brauch wurde am 6. November das Namensfest des hl. Leonhards gefeiert.

An diesem sonnigen, aber kühlen Herbsttag nahmen wir an der dreimaligen Umfahrt um die Kirche teil. Dieser Tag klang heiter im Schützenhaus aus.

 

Bererdigungen

Am 28.11.1976 starb Frau Kathi Strillinger, die seit Jahren unsere zuverlässige Kassenprüferin war.

Unser Vorplattler der Jugendgruppe Hansi Bartl zum Jackl verunglückte am 5.11.1976 mit 15 Jahren tödlich. (Der Unfallverursacher feierte die Geburt seines Sohnes).

Frau Ottilie Walch, die Wirtin unseres Vereinslokals zum Batznhäusl, starb am 23.12.1976.

 

Gruber Elfriede Schriftführerin

Vereinsjahr 1977

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1977

Wie alljährlich begann das Vereinsjahr mit der Hauptversammlung, die am 5.4.77 im Batznhäusl stattfand

und von 55 Mitglieden besucht war.

Die Begrüßung und den Dank an die Mitglieder sprach Vorstand Sepp Sanktjohanser aus. Auch der 2. Bürgermeister Hans Schober und einige Gemeinderäte dankten uns dür die Teilnahme an den Heimatabenden, sowie an den anderen Veranstaltungen der Gemeinde.

Als erster Punkt wurde die Satzungsänderung aufgegriffen. Dabei wurde die Altersgrenze zu Gunsten der Kindergruppe einstimmig aufgehoben.

Als zweites teilte der Vorstand mit, daß zur Beschaffung der Tracht ein Zuschuß vom Verein gewährleistet werden soll.
Bei dritten Punkt gab der Vorstand auf das kommende Vereinsjahr eine Vorschau. Dabei kündigte er eine Wiederhohlung der Floßfahrt sowie der so gut angekommenen Seniorenfahrt an.

Die Versammlung fand ihren Abschluß in einer Filmvorführung von Toni Edbauer.

 

Wie alle Jahre wurde vergangenes Jahr bei herrlichem Wetter ein neuer Maibaum aufgestellte.

Einige Tage zuvor wurde der alte Baum niedergelegt, das Holz kaufte unser Nachbarverein d'Hirschbergler. Da so schönes Wetter war, verliefen die Vorbereitungsarbeiten reibungslos. Der g´schebste, gewaschene Maibaum wurde mit einer Girlande und einem Kranz geputzt. Da viele beim Aufstellen halfen, stand der Baum schon gegen Mittag. Die Zeichen der Zünfte wurde später angebracht.

Der neue Wirt vom Batznhäusl stiftete Brotzeit und Bier für jeden, der beim Aufstellen half. Der Tag fand am Abend beim Maitanz, zu dem die Rottacher Buam aufspielten, einen netten und gemütlichen Ausklang.

 

Am 22. Mai 1977 fand wieder eine lustige sowie feuchte, denn es regnete ziemlich, Floßfahrt statt.

Mit Brotzeit und Bier bestiegen wir das Floß in Weidach, daß uns in einer fünfstündigen Fahrt nach München-Thalkirchen bringen sollte.

Schon bald hatte jeder seinen Platz gefunden und nach kurzer Zeit roch es nach gutem Grillfleisch und Würstl. Das 18 m lange und 7 m breite Floß erreichte bei schneller Fahrt bald die erste 18 m lange Schleuse. Nun ging es am Georgistein vorbei, kurz darauf erreichten wir die nächste Schleuse. Sehr zum Vergnügen der Anderen fiel unterwegs einer ins Wasser. Von Thalkirchen aus fuhren wir mit dem Bus zum Fernsehturm. Hier konnte jeder unternehmen was er wollte.

Zum Abschluß aßen wir in der Krottenthalalm zu Abend.

 

Unsere Aktiven zogen bei Vereinsfesten, Heimatabenden, Roßtag sowie beim Wirtschaftsprüferkongreß am 12. und 14.10.1977 im Münchner Hofbräuhaus und bei einer Tagung der Pfennig- und Adamswerke in der Schießstätte auf.

 

Am 24. Juli 1977 hatten wir nach regnerischen Tagen ein herrliches Wetter für unser Waldfest.

Schon am Vormittag wurde alles mit viel Eifer vorbereitet.

Punkt 1 Uhr eröffnete unser Vorstand das Fest. Diesmal durfte zum ersten Mal unsere Kindergruppe aufziehen um die sich Annelies Schober, Ingrid Sennhofer, Sepp Sollacher und Klaus Erlacher sehr bemühen. Die Besucher waren von ihrem Können begeistert.

Unsere Plattler führten den Kronentanz, Steirer, Bandltanz so wie viele Plattler auf, dazu spielte uns die Rottacher Blasmusik auf. Auch unsere Nachbarvereine besuchten das Fest.

Die Brotzeitbuden sowie eine Kaffeebude mit selbstgemachten Küchen fanden ihre hungrigen Abnehmer. Um Mitternacht waren alle Buden ausverkauft und viele leere Fässer standen umher.

 

Die Kreuther Goaßlschnalzer waren wieder beim Preisgoaßln in der Oberlandhalle Miesbach.

 

Im Vereinsjahr 1977/78 verstarben die Mitglieder:

Anna Sanktjohanser, Franz Willibald, Kaspar Kandlinger, Paul Fränzl.

Durch Fahnenabordnung und einem Kranz wurde ihrer am Grabe gedacht.

 

Der Leonhardstag war wieder ein sonniger Herbsttag und am Handlhof fand die Feldmesse statt.

Als die Rösser des Walch Hartl scheuten wurde seine Schwester Gisela verletzt.

 

Der Trachtenverein veranstaltete auch heuer wieder einen Seniorenausflug.

Diesmal führte er in Richtung Chiemgau mit Besichtigung des Klosters Seeon, dort wurde Mittag gegessen. Zur Kaffeepause fuhr man dann zur Ausflugsgaststätte Seiseralm im Chiemgau weiter.

 

Der gemütliche Hoagartn am 15. Januar 1978 fand bei den Besuchern großen Anklang.

Junge Aktive des Vereins taten sich zusammen um mit Gesang und musikalischen Darbietungen aufzuwarten.

Eine Danzlmusi der Leonhardstoana spielte mit Ziehharmonika, 2 Trompeten, Klarinette und Gitarre auf. Es wurde noch mit Gitarre und 2 Zithern sowie Hackbrett und Gitarre und Gitarren allein aufgespielt. Gesungen haben die Kreuther Sänger und Sängerinnen.

Einen lustigen Einakter spielte man: "die Heiratsanonce", es war das erste Theater seit Jahrzehnten wieder. Den Einakter spielten Thomas Hörth, Annelies Schober, Sepp Sollacher jun. und Klaus Erlacher.

 

Im Februar wurde ein Faschingsrodeln veranstaltet mit dem Rodlclub.

Da es eine richtige Gaudi werden sollte, wurden schon einmal nette Einladungen verschickt.

Pünktlich um eins trafen schon die ersten Maschkara ein und kennt ma ja koan. Jeder gab sein Packerl ab und der Zug mit etwa 25 Schlitten startete zur Setzbergrodelbahn. Nacheinander wurde losgefahren, denn es ging ja nicht nach Zeit sondern nach den besten Einfällen.

Im Batznhäusl kam dann alles zusammen, jedes zog eine Nummer und durfte einen Preis aussuchen.

 

Gründungs- und langjährige Mitglieder werden im Mai geehrt.

 


Gruber Elfriede Schriftführerin

Vereinsjahr 1978

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1978

Hauptversammlung mit Neuwahl

am Samstag den 29. April 1978 im Gasthof Batznhäusl

Der Vorstand Sepp Sanktjohanser jun. konnte die enorme Zahl von 63 Mitgliedern begrüßen.

Sein Dank galt allen die im Vereinsjahr 1977 so tatkräftig mitgeholfen haben. Besonders hervorgehoben wurde das Waldfest, welches der Vereinskasse einen enormen Gewinn zubringen ließ. ("Geld hama immer scho ghabt, aba jetzt hama no mehra")

In einer Gedenkminute wurde den verstorbenen Mitgliedern Anna Sanktjohanser, Franz Willibald, Kaspar Kandlinger (Thoma) und Paul Fränzl gedacht.

Anschließend wurde die Satzungsänderung des § 5 besprochen, da die alte Fassung nach der neuesten Rechtssprechung unzulässig ist.

Sie lautet jetzt so:
§ Die Vorstandschaft des Vereins besteht aus
a) dem 1. Vorstand (1. Vorsitzender)
b) dem 2. Vorstand
c) dem Schriftführer
d) dem Kassier

Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der 1. und 2. Vorsitzende.
Jeder hat Alleinvertreterbefugnis.
Die Vorstandschaft erledigt die laufenden Geschäfte des Vereins.
Der 1. Vorsitzende, bei seiner Verhinderung der 2. Vorsitzende leitet die Vorstandsitzungen, sowie alle ordentlichen bzw. außerordentlichen Mitgliederversammlungen des Vereins.

Der Schriftführer führt das Protokollbuch und erledigt allen Schrifverkehr.

Der Kassier führt die Kassengeschäfte und sorgt für die gewissenhafte Buchung aller Einnahmen und Ausgaben. Er erhebt die Mitgliederbeiträge und ist für die korrekte Führung des gesamten Kassenwesens verantwortlich.

Die Vorstandschaft wird auf die Dauer von 2 Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt.

Diese Änderung wurde von allen Mitgliedern einstimmig angenommen.

Als ein Problem erwies sich der Bau einer Trachtenhütte mit Geräteschuppen und Toiletten am jetzigen Waldfestplatz in der Weißachau.

Die Weißachaugenossenschaft lehnte den Bau, den Wolfgang Schneider zeichnete, ab. Die kurze Begründung lautete: "Nicht notwendig, da für Veranstaltungen das Schützenhaus vorhanden ist".

Doch zu beurteilen was "notwendig" ist, finden wir, ist schon Sache der Vorstandschaft und nicht der Genossenschaft. Wir müssen also weiterkämpfen um ein eigenes Heim zu bekommen.

Dann las Elfriede Gruber den gesamten Jahresablauf aus dem Vereinsbuch vor und ebenso Lisl Winkler die groben Zahlen des Kassenbuches. Familie Fischhaber prüfte diesmal das Kassenbuch und fand es als mustergültig geführt. Sie erteilten Lisl Winkler und Judith Winkler die Entlastung.

Nun konnte man zu den Neuwahlen übergehen.
Der Wahlausschuß bestand aus: Sepp Fischhaber, Leo Rettermeier und Toni Edbauer. Man erteilte der gesamten Vorstandschaft die einstimmige Entlastung und wählte satzungsgemäß den 1. und 2. Vorstand und den Kassier schriftlich in geheimer Wahl.

1. Vorstand Sepp Sanktjohanser jun.
2. Vorstand Sepp Kluy
1. Kassier Liesl Winkletr
durch Akklamation wurden einstimmig gewählt:
1. Schriftführer: Mirzl Schnitzenbaumer
2. Schriftführer: Monika Mehnert
1. Fahnenjunker: Schorsch Gloggner
2. Fahnenjunker: Thomas Hörth
1. Vorplattler: Thomas Hörth
2. Vorplattler: Klausi Erlacher
1. Hüttenwart: Gottfried Winkler
2. Hüttenwart: Steffi Sollacher
Ebenfalls durch Akklamation wurden folgende Ämter vergeben:
Beisitzer: Heinz Jennerwein und Ludwig Hörth
für die Betreuung der Jugendgruppe: Annelies Schober und Angelika Hörth sowie Klausi Erlacher und Ludwig Hörth.

Nach den Neuwahlen übernahm der alte und neue Vorstand Sepp Sanktjohanser wieder die Leitung der Versammlung und bat um Wünsche und Anträge.

Aber alle Mitglieder schienen wunschlos glücklich zu sein und so konnte man zum gemütlichen Teil übergehen.

Ludwig Hörth und Toni Edbauer zeigten wunderschöne Farbdias vom Maibaumaufstellen und verschiedene Bilder vom ganzen Jahr.

Zum Ausklang spielte uns die "Leonhardstoanamusi", Erlacher Klausi, Nagl Anderl und Willibald Maxi ein paar zünftige Musikstückl auf.

 

Wie alljährlich nahmen die Vorstandschaft und Mitglieder des Vereins an der Fronleichnamsprozession teil.

Hier bewiesen unsere Fahnenjunker ihre Tüchtigkeit.

 

Am 20. Mai 78 veranstaltete der Verein im Schützenhaus einen gemütlichen Abend,

anläßlich der Ehrung langjähriger Mitglieder für über 25-40 und 50 jährlige Vereinszugehörigkeit.

Zur Unterhaltung spielten die jungen Kreuther Musikanten, es sangen die Kreuther Sängerinnen und man spielte den lustigen Einakter "die Heiratsanzeige".

 

Aus dem Seegeist:

Trachtenverein weiß die Treue zu schätzenn

Mitglieder für jahrzehntelange Zugehörigkeit geehrt

Kreuth (we) - Der Verspruch "in Treue fest" bedeutete für eine Reihe von Kreuther Frauen und Männer nicht ein Lippenbekenntnis, sondern eine Tatsache,die sich darin offenbart, daß sie 50 Jahre lang dem Gebirgstrachten-Verein d'Leonhardstoana als Mitglied angehören.

Als äußeres Zeichen des Dankes für ihre Treue zum Verein überreichte ihnen nun Vorstand Sepp Sanktjohanser im Rahmen eines Kameradschaftsabends das "Goldene Ehrenabzeichen" des Vereins.

Ausgereichnet wurden damit die beiden Gründungsmitglieder Lorenz Hagn-Garber und Franz Jennerwein, die bereits seit 1920 dem Verein angehören, und Anton Bartl, Simon Erlacher, Hedwig Kandlinger, Monika Linder, Heinrich Mehringer, Franz Obermair, Josef Petz, Josef Sanktjohanser sen., Maria Schnitzenbaumer, Viktoria Stoib, Andreas Strillinger und Josef Winkler sen.

33 Mitglieder wurden für ihre 40jährige Zugehörigkeit mit dem "Silbernen Ehrenzeichen" geehrt und für Frauen und Männer gab es die Ehrung für 25jährige Mitgliedschaft.

Mit den Ehrenzeichen wurde noch eigens für diese Ehrung geschaffene Urkunde vergeben. Aber nicht nur mit ehrenden Worten wurde gedankt, sondern auch mit Volksmusik und alpenländischen Gsangln zur Freude der Jubilare.

 


Zu ihrem 70jährigen Gründungsfest lud uns der Patenverein D'Hirschbergler am Sonntag den 4. Juni 1978 ein.

Wir rückten mit 64 Personen aus (15 Stck. Jungmannschaft, 13 Miederdirndln, 21 Schalkfrauen und 15 Männer).

 

Wegen des Neubaus von Liesl Winkler mußte unsere Leonhardstoanahütte kurzfristig abgetragen werden.

Am Donnerstag den 20. Juli 1978 stellten einige kräftige Burschen die Hütte am Waldfestplatz neu auf, um sie fürs Gartenfest als Schnapsbude zu benützen. Ein endgültiger Platz muß sich erst finden.

 

Am 23. Juli 1978 hielten wir bei schönem Wetter unser Waldfest ab.

Glückshafen und Brotzeitbuden waren bald ausverkauft. Am Abend wurde es recht kühl, dadurch ließ der Bierausschank zu wünschen übrig. Zum Tanz spielte die Rottacher Blasmusi auf.

Mit Daxwagen besuchten uns die Wallberger und als besondere Einlage marschierten die Hirschbergler mit Spielmannszug bei unserem Fest ein. Sie kamen gerade von ihrem Gaufest. Ihre Uraufführung boten uns die jungen Kreuther Goaßlschnalzer, die wie auch unsere Jugendplattlergruppe großen Beifall erhielten.

Das Waldfest klang gegen 4 Uhr früh in der gemütlichen Schnapsbude aus.

 

Recht gut besucht waren auch heuer wieder die Heimatabende im Schützenhaus,

bei denen wir ein abwechslungsreiches Ptrogramm bieten konnten.

 

Außderdem rückten wir aus:

beim Skiclubfest in Kreuth, beim Waldfest der Hirschbergler, mit Daxwagen beim Waldfest der Wallbergler und beim Roßtag. Ebenfalls mit Fahnenabordnung und Schalkfrauen beim Volkstrauertag und Holzhackerjahrtag (70 Jahre).

 

Eine traurige Nachricht war es für uns, als am 17. September 1978 unser Herr Pfarrer Klaus Fischer starb.

Der Verein erwies unserem langjährigen Pfarrherrn und Mitglied des Trachtenvereins durch eine Fahnenabordnung und Kranzniederlegung die letzte Ehre.

Als äußeres Zeichen der Trauer nahmen wir am Trachtenball in Gmund heuer nicht teil.

 

Seegeist:

Kreuth trauert um Pfarer Klaus Fischer

Kreuth (hü) - Was man im Kreuther Winkel befürchtet hatte, ist schmerzliche Wirklichkeit geworden. Pfarrer Klaus Fischer ist nach längerer Krankheit am Donnerstag gestorben. Ein Herz versagen setzte dem Leben eines Mannes ein Ende, dem man in Kreuth Achtung und Zuneigung entgegen gebracht hat.

Im März 1926 in Wickersdorf/Schlesien geboren, hatte zwar Fischer zunächst eine kaufmännische Lehre begonnen. 1943 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen und geriet, inzwischen Soldat geworden, 1945 in russische Gefangenschaft, aus der erst 1951, nach mörderischer Arbeit in Uranbergwerken, entlassen wurde.

Diese schweren Jahre brachten die Wende im Leben von Klaus Fischer: er wollte Seelsorger werden. Nach dem Studium bei den Steyler Missionaren wurde er 1962 zum Priester geweiht, konnte aber wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes nicht in die Mission gehen.

In die Diözese München/Freising berufen, war der Geistliche in Fridolfing, Schliersee und seit 1967 in Kreuth aufopferungsvoll und segensreich tätig.

St. Leonhard Kirche für große Trauer Gemeinde zu klein

Letzter Wunsch von Pfarrer Fischer verpflichtet Kreuther, haltet zusammen!

Kreuth (we) - Selbst die Tegernseer Klosterkirche hätte wohl kaum ausgereicht, um die Trauergemeinde aufzunehmen, die Pfarrer Klaus Fischer auf seinem letzten Erdenweg das Geleit gab.

Die kleine Kreuther Pfarrkirche konnte die Vielzahl der Frauen und Männer schon gar nicht fassen, die Abschied nahmen vom Kreuther Parrherrn und mit ihrer Anwesenheit zeigten, welche Achtung er sich in den elf Jahren seines seelsorgerischen Wirkens erworben hatte.

Angeführt vom stellvertretenden Generalvikar der Erzdiözese München-Freising Monsignore Bernhard Egger, kamen 40 geistliche Amtsbrüder, darunter auch Vertreter der evangelischen Kirche. Angeführt von Bürgermeister Karl Mayr fanden sich ein, die Gemeinderäte, der Pfarrgemeinderat, Vertreter der Nachbargemeinden und der Partnergemeinde Achenkirch, die Vertreter der Behörden und Schulen, die Abordnungen aller Kreuther Vereine mit ihren Fahnen und, besonders eindrucksvoll, eine außergewöhnlich große Zahl von Frauen im Schalk, dazu viele Klosterfrauen und die Pfarrangehörigen.

Viele Trauergäste fanden keinen Platz im Kreuther Gotteshaus, harrten aber trotz des Regens vor der Kirche aus, durch Lautsprecher mit dem Geschehen in der Kirche verbunden. Gemäß dem letzten Willen von Pfarrer Klaus Fischer war seine sterblichen Hülle aufgebahrt im Pfarrsaal. Dort fand auch die Aussegnung statt. Die Männer der Feuerwehr Kreuth stellten die Ehrenwache, trugen den Sarg vom Pfarrsaal ins Gotteshaus und dann zum Priestergrab im Bergfriedhof.

Monsignore Egger zelebrierte das Hochamt. Ein "fröhlicher" Gottesdienst ohne Trauerzeremonie, ohne "große" Reden, eine "ortsübliche Beerdigung" lautete der Wunsch Pfarrer Fischers. Dieser Wunsch ist bezeichnend für die Schlichtheit seines Wesens, die ihm aber in der Zeit seiner Seelsorge in Kreuth die Zuneigung so vieler Menschen einbrachte.

Beeindruckend in ihrer Einfachheit waren dann auch der Nachruf, den Dekan Emmeram Oberberger sprach, und die Dankesworte für das vorbildliche Wirken im Pfarrsprengel Kreuth, die Bürgermeister Karl Mayr für die Gemeindebürger zum Ausdruck brachte.

Nachdem der Sarg der geweihten Erde übergeben war, sangen am offenen Grab der Kreuther Viergesang den "englischen Gruß". Die Fahnen der Vereine sengten sich, ein dreifacher Ehrensalut und die Weise vom "guten Kameraden" galten einem Mann, einem Kameraden und Freund, einem Seelsorger, dessen letzter Wunsch eine Verpflichtung für die Kreuther darstellt: "Die Gemeinde soll wie bisher zusammenhalten".

 

Für 11 Mitglieder unseres Vereines war die Reise nach Zypern ein unvergeßliches Erlebnis - 1978

Auf Einladung der deutschen Botschaft und das Hilton Hotel zeigten unsere Trachtler und 9 Mitglieder der Hirschbergler echtes bayerisches Brauchtum.

Sie begeisterten die Gastgeber durch einen temperamentvolles Programm: die Kreuther Sängerinnen, den Kreuther Gaoßlschnalzern, dem Maultrommelduo Hörth/Erlacher, der Hirschbergler Musi, Löffelschlagen und den zusammen einstudierten Plattlern und Figurentänzen.

Waren in Nikosia die Nächte auch lang, so nahmen sie dennoch die Einladung für das kommende Jahr gerne an.

 

6. November 1978 Beim diesjährigen Leonhardifest nahmen wir wie alljährlich mit unserem schönen alten Truhenwagen teil.

Es war zwar sehr kalt und der Kittlschnaps war sehr begehrt.

 

Bei einer Ausschußsitzung

beschloß die Vorstandschaft des Vereins für die Mitarbeiter und Gönner dass Waldfestes einen gemütlichen Abend im Schützenhaus zu veranstalten. Durch die vielen Terminüberschneidungen des Schützenhauses war es uns erst am 9. Dezember 1978 möglich, das Vorhaben auszuführen.

Einige fleißige Frauen des Vereins, richteten ein wunderschönes reichhaltiges kaltes Buffet her, bei dem keiner hungrig nach Hause gehen brauchte.

 

Da der letztjährige Hoagartn so großen Anklang fand,

veranstaltete der Verein am Sonntag den 14. Januar 1979 im Schützenhaus in Kreuth einen gemütlichen Abend.

Dabei wurde gesungen, Musik gespielt und der lusige Einakter "Das Saisongspusi" aufgeführt. Alle anwesenden Mitglieder und ihre Familienangehörigen füllten das Schützenhaus bis auf den letzten Platz und waren begeistert.

 

Kreuth, den 31. März 1979 Mirzl Schnitzenbaumer Schriftführerin

Vereinsjahr 1979

Tätigkeiten im Vereinsjahr 1979

Die diesjährige Hauptversammlung fand am 21. April 1979 im Gasthof Batzenhäusl statt,

wobei Vorstand Sepp Sanktjohanser 68 Mitglieder begrüßen konnte.

Die Tagesordnung lautete:
1. Totenehrung
2. Bericht des Vorsitzenden
3. Bericht des Protokollführers
4. Kassenbericht
5. Entlastung des Kassiers
6. Änderung und Neufassung der Satzung
7. Ehrung langjähriger Mitglieder
8. Wünsche und Anträge
9. Lichtbildervortrag

Nach der Totenehrung, die unserem verstorbenen Pfarrer Klaus Fischer galt, dankte unser Vorstand allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Lisl Winkler verlaß auf Wunsch der Versammlung die größeren Ausgaben des Vereinsjahres. Das Kassenbuch wurde von Anderl Strillinger und Leo Rettermeier geprüft, die Lisl Winkler für die hervorragende Führung des Buches lobte. Die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft erfolgten einstimmig.

Nach einem Musikstück der jungen Leonhardstoana Musi wurden mit einer Urkunde gegehrt:

Für 25-jährige Mitgliedschaft:
Elfriede Gruber, Maria Ruml, Eyke Rose und Richard Walch.

Nun dankte auch Klaus Göttfried als Fremdenverkehrsreferent dem Verein für seine gute Zusammenarbeit und die gelungenen und allerseits beliebt gewordenen Heimatabende.

Ludwig Hörth zeigte uns zum Abschluß Dias und einen Film von der Zypernreise.

 

Nun die neugefaßte Satzung, die so von der Versammlung angenommen wurde

Satzung des Gebirgstrachten-Erhaltungsverein "D'Leonhardstoana" Kreuth e.V.

§ 1 Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein "d´Leonhardstoana wurde (am 21. Juni 1908 gegründet, bei Beginn des 1. Weltkrieges aufgelöst,) am 2. August 1920 gegründet und 1937 wegen Gleichschaltung der Vereine aufgelöst.
Am 23. Februar 1946 erfolgte seine Wiedergründung. Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Miesbach unter Nr. 110 eingetragen. Er hat seinen Sitz in Kreuth

§ 2 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 1. Januar 1977.

§ 3 Der Zweck des Vereins ist es, überliefertes Brauchtum zu erhalten und zu fördern. Der Satzungszweck wird erfüllt insbesondere durch Pflege der heimatgebundenen Tracht, heimateigenem Volkstanz- und Musikwesens, durch die zugehörigen Maßnahmen.
Der Verein ist dabei selbstlos tätig, er verfolgt nicht eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins und keine Gewinnanteile. Mitgliederbeiträge und Spenden werden in keinem Falle zurückerstattet.
Der Verein wird ehrenamtlich geführt. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßige hohe Vergütungen begünstigt werden. Jede parteipolitische Betätigung ist ausgeschlossen.

§ 4 Das Geschäftsjahr des Vereins beginnt jeweils am 1. April und endet am 31. März.

§ 5 Mitglied kann jede Person männlichen und weiblichen Geschlechts werden. Minderjährige bedürfen der Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters. Der mündliche oder schriftliche Aufnahmeantrag ist an den 1. Vorsitzenden zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Lehnt dieser den Aufnahmeantrag ab, so steht dem Betroffenen die Berufung an den Vereinsausschuß zu. Dieser entscheidet endgültig. Die Mitgliedschaft endet durch Ausstrittserklärung, Ausschluß oder Tod.
Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in erheblicher Weise gegen den Vereinszweck verstößt, in sonstiger Weise sich grober oder wiederholter Verstöße gegen die Vereinssatzung schuldig macht oder bei groben Vergehen gegen geltendes Recht.
Über den Ausschluß entscheidet mit 2/3 Mehrheit der Vereinsausschuß. Dem Mitglied ist vorher Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Gegen den Beschluß des Vereinsausschusses ist innerhalb von 4 Wochen nach seiner Bekanntgabe die schriftliche Anrufung der Mitgliederversammlung zulässig. Diese entscheidet alsdann mit 2/3 Mehrheit auf ihrer ordentlichen Versammlung, sofern vorher keine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfindet. Alle Beschlüsse sind dem betroffenen Vereinsmitglied mittels eingeschriebenem Brief zuzustellen.
Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können auf Vorschlag des Vorstandes, durch die Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

§ 6 Die Vereinsorgane sind:
a) der Vorstand
b) der Vereinsausschuß
c) die Mitgliederversammlung

§ 7 Der Vorstand besteht aus dem
1. Vorsitzenden
2. Vorsitzenden
1. Schriftführer
1. Kassier

  Der 1. und 2. Vorsitzende vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeder ist für sich allein vertretungsberechtigt. Die beiden sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Im Innenverhältnis ist der 2. Vorsitzende zur Vertretung nur berechtigt, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist.
Der Vorstand wird jeweils auf die Dauer von 2 Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt.
Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf der Amtsperiode aus, so ist vom Vereinsausschuß innerhalb von 30 Tagen ein neues Vorstandsmitglied für die Restzeit hinzuzuwählen.
Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Er ist in allen seinen Handlungen der Mitgliederversammlung gegenüber verantwortlich.
Vorstandssitzungen werden nach Bedarf durch den 1. Vorsitzenden mündlich oder schriftlich einberufen. Eine Vorstandssitzung muß innerhalb von 8 Tagen einberufen werden, wenn zwei Mitglieder des Vorstandes dies verlangen. Beschlüsse werden mit relativer Mehrheit gefaßt, es wird offen abgestimmt. Über die Sitzungen ist Protokoll zu führen.
Der Vereinsausschuß besteht aus

  a) dem Vorstand
b) dem Vorplattler
c) dem Fahnenjunker
d) dem Hütten- und Zeugwart
e) den Jugendbetreuern (1x männlich 1x weiblich)
f) dem 2. Schriftführer
g) dem 2. Kassier
h) dem 2. Vorplattler
i) dem 2. Fahnenjunker
k) dem 2. Hütten- und Zeugwart
l) 2 Beisitzern

§ 8 Die Aufgaben des Vereinsausschußes liegen in der Mitwirkung bei der Führung der Geschäfte durch den Vorstand. Dem Vereinsausschuß stehen insbesondere die Rechte nach §5 und 10 dieser Satzung zu.
Dem Vereinsausschuß können durch die Mitgliederversammlung weitergehende Aufgaben zugewiesen werden. Im übrigen nimmt er die Aufgaben wahr, für die kein anderes Vereinsorgan ausdrücklich bestimmt ist.
Mitglieder des Vereinsausschußes können zur Vorstandssitzung geladen werden. Ein Stimmrecht steht ihnen dann in der Vorstandssitzung nicht zu.
Der Vereinsausschuß muß mindestens im Geschäftsjahr zweimal durch den 1. Vorsitzenden schriftlich, mündlich oder fernmündlich einberufen werden. Der Vereinsausschuß muß innerhalb von 10 Tagen einberufen werden, wenn 5 Mitglieder des Vereinsausschußes (ohne Vorstandsmitglieder) dies verlangen. Beschlüsse werden mit relativer Mehrheit gefaßt. Es wird offen abgestimmt, über die Sitzungen ist Protokoll zu führen.

§ 9 Mitgliederversammlung
Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal im Geschäftsjahr statt.
Stimmberechtigt und wählbar sind alle Mitglieder, die am Tag der Versammlung das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Versammlung beschließt insbesondere über den Vereinsbeitrag, die Entlastung des Vorstandes, die Wahl des Vorstandes, die Entlastung und Wahl der Vereinsausschußmitglieder, über Satzungsänderungen sowie über alle Punkte, die Gegenstand der Tagesordung sind.
Die Mitgliederversammlung bestimmt jeweils für 1 Jahr einen zweiköpfigen Prüfungsausschuß, der die Kassenprüfung übernimmt und der Versammlung Bericht erstattet.
Die Einberufung zu allen Mitgliederversammlungen erfolgt schriftlich durch den Vorstand mit einer Frist von mindestens 14 Tagen unter Bekanntgabe der Tagesordnung. Sie muß die einzelnen Tagesordungspunkte aufführen.
Anträge zu Mitgliederversammlungen müssen mindestens 5 Tage vor der Mitgliederversammlung bei einem Vorstandsmitglied eingereicht werden. Anträge, die erst bei der Mitgliederversammlung gestellt werden, gelten als Dringlichkeitsanträge und können in der Mitgliederversammlung nur behandelt werden, wenn ein Drittel der Stimmberechtigen zustimmen.
Jede Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig.
Abstimmungen und Wahlen werden offen durchgeführt. Sie sind jeweils nicht offen durchzuführen, wenn 5 Stimmberechtigte dies verlangen.
Die Mitgliederversammlung entscheidet mit relativer Mehrheit, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt. Stehen mehr als 2 Bewerber für ein Amt zur Wahl, so ist gewählt, wer die meisten Stimmen erhält.
Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese ist vom Sitzungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen. Die Niederschriften sind bei der nächsten Mitgliederversammlung vorzulesen.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist auf Verlangen von 1/5 aller Mitglieder oder auf Beschluß des Vereinsausschusses durch den 1. Vorsitzenden schriftlich innerhalb einer Frist von 14 Tagen einzuberufen.

§ 10 Jedes Mitglied ist zur Zahlung der Aufnahmegebühr und des Beitrages verpflichtet. Der Beitrag ist für das folgende Geschäftsjahr am 1. April fällig. Über die Höhe dieser Geldbeträge beschließt die ordentliche Mitgliederversammlung. Die Beiträge sind eine Bringschuld.

§ 11 Die Auflösung des Vereins kann nur in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Zu dieser Versammlung ist mit einer Frist von mindestens 28 Tagen schriftlich durch den 1. Vorsitzenden einzuladen. In dieser Versammlung müssen 4/5 der Mitglieder anwesend sein. Zur Beschlußfassung ist eine 3/4 Stimmenmehrheit notwendig. Kommt eine Beschlußfassung nicht zustande, so ist innerhalb von 14 Tagen eine weitere Mitgliederversammlung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig ist. In der gleichen Versammlung haben die Mitglieder die Liquididatoren zu bestellen, die dann die laufenden Geschäfte abzuwickeln haben.

§ 12 Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen einer gemeinnützigen Einrichtung zu. Die Zustimmung des Finanzamtes ist vorher einzuholen.

Protokollführer: Mirzl Schnitzenbaumer 1. Vorsitzender: Sepp Sanktjohanser

 

Wegen der langen Satzung nun das Vereinsjahr 1979 in Kurzform:

 

20.6.1979 Ausschußsitzung beim Walch:

1. Johannifeuer
2. Antrag an die Weißachaugenossenschaft wurde zurückgestellt
3. 90jähriges Gründungsfest der Wallberger
4. Zuschüsse für Trachtenkleidung bei den Jugengruppen

 

4.7.1979 Ausschußsitzung beim Walch:

1. Wallfahrt nach Röhrlmoos
2. Bestellungen und Arbeitsverteilung für das Waldfest

 

8.7.1979 90jähriges Gründungsfest der Wallbergler.

Wir waren trotz des sehr schlechten Wetters mit ca 80 Mitgliedern vertreten. Der Festgottesdienst mußte wegen Sturm und starkem Regen im Zelt abgehalten werden.

Unsere Fahnenabordnung erhielt ein Erinnerungsband.

 

22.7.1979 Wallfahrt nach Röhrlmoos

 

29.7.1979 Waldfest

Den schönsten und wärmsten Sonntag vom ganzen Jahr schenkte der Herrgott uns Leonhardstoanern. Als Musik spielten recht fleißig die Rottacher Buam auf.

 

4. August "Kaltes Buffett" in der Leonhardstoanahütte am Waldfestplatz für alle Helfer des gelungenen Waldfestes.

 

23. August 1979 Marterleinweihung für verunglücktes Mitglied Hansi Bartl.

Bei der hl. Messe warnte Pfarrer Ben Eilers alle, nicht zu schnell zufahren.

 

13. September 1979 Ausschußsitzung:

1. Geldanlage
2.Leonhardstoanaausflug
3. 60jähriges Gründungsfest des Vereins.

 

25. September 1979 Ausschußsitzung:

1. Ausflugsziel 2. Spende 500,- DM von Unbekannt
3. Gespann aus Bayrischzell für Leonhardifahrt.

 

7. Oktober 1979 Ausflug nach Tufles-Glungezer-Patscherkofel.

Wunderschönes Wetter, 2 1/2 Stunden zu gehen auf dem Zirbenweg in 2070 m Höhe. Die älteren oder behinderten Mitglieder konnten mit der Seilbahn das Ausflugsziel erreichen. Abendessen in Bad Tölz.

 

6. November 1979 Leonhardifahrt

Unsere neu renovierte Fahne wurde bei starkem Regen auch neu getauft.

 

15. Januar 1980 Ausschußsitzung:

1. Gründungsfest 1908 oder 1920?
2. Antrag von 4 Ausschußmitgliedern auf Beitragserhöhung
3. Faschingsrodeln am Sonntag den 10. Februar vom Setzberg
4. Musterjoppen besichtigt und Preis festgesetzt
5. 12 Stück Kinderjoppen bestellt.
6. Geschenke für Ehrenmitglieder
7. Geburtstagsgratulation und Geschenk ab 70 Jahren
8. Bestellung von 200 Stück Leonhardstoanazeichen. Herstellungspreis DM 15,- Verkaufspreis 10,- DM
9. Unfallversicherung
10. Einladung von Herrn Bürgermeister Karl Mayr (wegen Hüttenbau) ins Rathaus.

 

19. Januar 1980 Hoagartn im Schützenhaus.

Viele Musik- und Gesangsgruppen und der lustige Einakter "der Gocklstreit".

 

28. Januar 1980 Besprechung aller Ausschußmitglieder im Rathaus

mit dem 1. Bürgermeister Karl Mayr und dem 2. Bürgermeister Hans Schober über die Notwendigkeit einer eigenen Vereinshütte.

(Nur dem Schober Hans seiner Überzeugungskraft haben wir es zu verdanken, daß ein Hüttenbau nicht mehr aussichtslos ist, der Mayr Karl war strickt dagegen, es gibt die Schießstatt und das reicht).

 

10. Februar 1980 Maskiertes Schlittenfahren vom Setzberg.

Anschließend Siegerehrung im Schützenhaus.

 

20. März 1980 Ausschußsitzung:

1. Terminfestsetzung und Tagesordnung der Hauptversammlung
2. Ehrungen
3. Waldfesttermin 27. Juli
4. Maibaum
5. Gesuch an Gemeinde - Kirche und Weißachaugemeinschaft wegen Grundstück für eine Vereinshütte.

 

Die Verstorbenen des Vereinsjahres 1979 waren die Mitglieder:

Michael Kiening (4.11.79) und Maria Petz (13.11.79).

 

Kreuth, den 31. März 1980 Mirzl Schnitzenbaumer Schriftführerin